Andreas Kintrup grüßt als Oberst



Herzebrock-Clarholz (gad) - Nach 21 Jahren hat sich Werner Westlinning (64), Oberst der Schützenbruderschaft St. Hubertus, aus seinem Amt verabschiedet. Als Nachfolger wurde Andreas Kintrup gewählt. Im Rahmen der Generalversammlung bildete dieser Wechsel einen Schwerpunkt.

Vorstand und Ehrengäste freuten sich über eine gut besuchte Versammlung: (v. l.) : Petra Westermann, Diana Ortkras, Präses Josef Kemper, stellvertretende Bürgermeisterin Hildegard Haggeney, Thorsten Haverkamp, König Eric Rohmann und Königin Anna Linckamp, Werner Rassenhövel, Martin Grundmann, Brudermeister Stefan Wellerdiek und Burkhard Henne.

In Anerkennung des ehrenamtlichen Wirkens von Werner Westlinning, der der Bruderschaft seit 42 Jahren angehört und 2009 zum General befördert wurde, ernannte Brudermeister Stefan Wellerdiek den 64-Jährigen zum Ehrenoberst. „Du hast viel für die Schützenbruderschaft geleistet. Vieles trägt deine Handschrift. Dafür wollen wir Danke sagen“. Die Anwesenden begleiteten die Ehrung von Werner Westlinning mit stehenden Ovationen.

Schützen formulieren Grundsätze

Für den musikalischen Rahmen der Versammlung sorgten die Musiker des Spielmannzugs unter der Leitung von Josef Köckemann. Außer den Hubertus-Mitgliedern hieß Brudermeister Wellerdiek das amtierende Königspaar Eric Rohmann und Anna Linckamp, Prinz Dennis Winkelmann und Luisa Wiemer sowie die stellvertretende Bürgermeisterin Hildegard Haggeney, Ortsvorsteher Franz-Josef Tegelkamp, Präses Pastor Josef Kemper und Ehrenbrudermeister Karl-Heinz Grundmann willkommen. „Aus Schützensicht hat sich im vergangenen Jahr viel getan. Für das Schützenwesen im Allgemeinen, aber auch für uns hier in der Bruderschaft“, leitete Stefan Wellerdiek zu der geplanten Neuausrichtung des Schützenwesens – seit mehr als einem Jahr als immaterielles Weltkulturerbe der Unesco anerkannt – über. Dabei nehme der Öffnungsprozess der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften konkrete Formen an, so Wellerdiek.

Bekenntnis zu Traditionen 

In den Schwerpunkten sei mehr Verantwortung für die Vereine an der Basis, ein klares Bekenntnis zu den christlichen Wurzeln und Traditionen, aber auch eine umfassende Bereitschaft zum Miteinander mit Menschen aus anderen Kulturkreisen vorgesehen. Die zeitgemäße und verständliche Grundausrichtung soll allerdings die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche nicht in Frage stellen, sei auf der Internetseite des Bunds der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften nachzulesen. „Es ist gut, dass sich der Bund endlich öffnet. Denn wir leben mittlerweile im 21. Jahrhundert. Die Welt, die Menschen, die Lebenseinstellung sind moderner geworden. Lange genug hat der Bund das nicht einsehen wollen“, so Stefan Wellerdiek.

Besonders freute er sich, dass die von der Schützenbruderschaft St.-Hubertus-Heerde formulierten Änderungsvorschläge rund um Themen wie beispielsweise gleichgeschlechtliche Königspaare, Könige ohne christliche Glaubensausrichtung und konfessionslose Vereinsmitglieder vom Bezirksverband übernommen und fast wortwörtlich an den Bund weitergereicht worden seien. „Somit haben wir von unserer Bruderschaft und insbesondere auch der Bezirk Wiedenbrück sich enorm in die neue Grundausrichtung der Schützen eingebracht und ihre Möglichkeit der Einflussnahme stark genutzt“, betonte Brudermeister Stefan Wellerdiek.

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