Angeklagten in falsche Stadt gefahren



Rietberg-Westerwiehe (nit) - Wegen einer Panne fiel der dritte Verhandlungstag im Prozess um die einbetonierte Ehefrau in Westerwiehe ins Wasser. Der Angeklagte war versehentlich von der JVA aus mit einem Gefangenenbus nicht nach Bielefeld zum Landgericht, sondern nach Köln gebracht worden.

In Bielefeld am Landgericht musste ein Prozesstag ausfallen, denn der Angeklagte war nach Köln gefahren worden.

Beobachter hatten sich schon gefragt, ob der Angeklagte zum Verhandlungstermin am Donnerstag erscheinen würde. Schließlich war der des Totschlags angeklagte Westerwieher in der vergangenen Woche im Saal des Landgerichts Bielefeld zusammengebrochen.

Jetzt sollte der Prozess weitergehen – eigentlich. Denn der Angeklagte war tatsächlich nicht vor Ort, was selbst die Vorsitzende Richterin Jutta Albert verwunderte. Ein längeres Telefonat mit der Justizvollzugsanstalt brachte die Aufklärung: Der Angeklagte war versehentlich in einen falschen Gefängnis-Bus gesetzt worden und auf dem Weg nach Köln. „Um 19 Uhr heute Abend könnte er hier sein, das bringt gar nichts“, zeigte sich Albert verärgert über diese folgenschwere Panne.

Bekanntlich hat der Angeklagte seine Ehefrau getötet und einbetoniert. Vergangene Woche musste die Aussage der Schwiegertochter verschoben werden. Gestern war sie erneut umsonst geladen.

Nächster Verhandlungstag ist Dienstag, 22. Oktober, 9 Uhr, in Saal eins.

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