Asylbewerber stechen Mitbewohner nieder



Dortmund/Lichtenau (dpa/gl) - Bei Auseinandersetzungen in zwei Asylbewerberunterkünften in Dortmund und Lichtenau (Kreis Paderborn) sind zwei Männer mit Messern schwer verletzt worden. In beiden Fällen ermittelt die Polizei wegen versuchten Mordes gegen jeweils einen anderen Heimbewohner.

Bei der Auseinandersetzung in einer Asylbewerberunterkunft in Dortmund wurde ein 23 Jahre alter Mann durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Der 27-jährige mutmaßliche Angreifer sei nach der Attacke in der Nacht auf Montag festgenommen worden, wie die Polizei mitteilte. Nach deren Angaben griff er das Opfer mit einem Küchenmesser an. Die Mordkommission nahm die Ermittlungen auf. Die Ermittler gehen von Eifersucht als Tatmotiv aus. 

Am Sonntag eskalierte ein Streit unter zwei Asylbewerbern in der Unterkunft in Lichtenau (Kreis Paderborn) derart, dass ein 30-jähriger Bewohner seinen Kontrahenten mit einem Messer verletzt hat. Im Verlauf eines Streits versetzte der Beschuldigte nach den bisherigen Ermittlungen einem 25-jährigen Iraker einen Stich mit einem Küchenmesser in den Oberkörper und verletzte ihn dadurch schwer. Kurz danach wurden beide Männer von Mitbewohnern getrennt.

Der Verletzte wurde mit dem Rettungswagen in ein Paderborner Krankenhaus eingeliefert und stationär aufgenommen. Es besteht keine Lebensgefahr. Der 30-jährige Beschuldigte aus dem Irak ist von der Polizei vorläufig festgenommen worden. Er wurde am Montagvormittag einem Haftrichter vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft Paderborn bewertet die Tat als versuchtes Tötungsdelikt. Die zuständige Polizei Bielefeld hat zusammen mit der Paderborner Polizei eine Mordkommission eingerichtet.

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