Atomkraftgegner aus Münster protestieren



Lingen/Münster (dpa) - Atomkraftgegner aus Münster und Osnabrück haben am Donnerstag die Zufahrt zu Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen blockiert. Wie die Polizei berichtete, seilten sich die Aktivisten an einem über die Fahrbahn gespannten Seil ab.

Die Polizei räumt am vor der Brennelementefabrik des französischen Konzerns Areva NP in Lingen protestierende Atomkraftgegner von der Straße. Die Protestierenden fordern die Stilllegung der Uranfabriken in Lingen und Gronau.

Spezialkräfte aus Hannover holten sie herunter. Die Polizei hatte zuvor sechs Demonstranten weggetragen und in Gewahrsam genommen, die mit gelben Fässern und Strohsäcken die Fahrbahn blockiert hatten. Das sei teilweise sehr rabiat geschehen, sagte Konrad Wolking von der Anti-Atom-Gruppe Osnabrück. Die Polizei habe ein Platzverbot ausgesprochen. Die Teilnehmer seien an verschiedene Orte gebracht worden. Gegen die Demonstranten werde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und wegen Nötigung eingeleitet, sagte ein Polizeisprecher.

Die Aktivisten wollen nach eigenen Angaben unter anderem darauf aufmerksam machen, dass es im Gegensatz zu den Atomkraftwerken in Deutschland für die Fabrik in Lingen sowie für die Urananreicherungsanlage Gronau noch keinen Abschalttermin gebe.

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