Aus Gästehaus wird Flüchtlingsheim



Rheda-Wiedenbrück (gl) - Die Westag & Getalit AG mit Sitz in Wiedenbrück stellt zwei firmeneigene Gebäude zur Unterbringung von Asylsuchenden zur Verfügung. Insgesamt können 50 Personen (in jedem Gebäude 25) in den Villen an der Lippstädter Straße 22 und 28 untergebracht werden.

Lippstädter Straße 22 Wiedenbrück

Zurzeit wird die Herrichtung der Immobilien vorbereitet, die sich schwerpunktmäßig auf notwendige Anpassungsmaßnahmen in Bezug auf den Brandschutz – Einbau von Türen mit dem erforderlichen Feuerwiderstand, Brandmelder und Feuertreppe – bezieht. Die Hausnummer 22 wurde von der Westag & Getalit AG als Gästehaus mit Konferenzzimmer, Schlafräumen und Küche genutzt. Es wird inklusive Inventar übergeben. Nummer 28 ist als Wohngebäude konzipiert. Die Baukosten belaufen sich auf rund 230 000 Euro. Bei optimalem Verlauf sind die Immobilien im Oktober bezugsfertig – ebenso wie das Küsterhaus St. Vit.

Eine Entscheidung, inwieweit der ehemalige Max-Bahr-Baumarkt an der Hauptstraße zu einer Unterkunft für Flüchtlinge hergerichtet werden kann, steht noch aus. Zuletzt waren Architekten mit der Bewertung der Immobilie beschäftigt. Frühestens in der kommenden Woche könnten den zuständigen Stellen erste Konzepte vorgelegt werden, sagte am Donnerstag die Pressesprecherin der Stadt, Maximiliane Plöger. Eine abschließende Stellungnahme, ob das Projekt umgesetzt wird oder nicht, wird also noch einige Tage auf sich warten lassen. 400 Menschen könnten dort Zuflucht finden. Die im August in Betrieb genommene Notunterkunft am Burgweg ist mit ihren 320 Betten voll belegt.

Bereits abgeschlossen sind die Umbauarbeiten in der ehemaligen Bonifatiusschule in Batenhorst. Nachdem vor wenigen Wochen Kinder und Lehrer dort den buchstäblich letzten Schultag erlebt hatten, übernahmen Handwerker das Regiment. Bis zu 25 Flüchtlinge werden in dem Gemäuer vorübergehend ein Obdach finden.

Gleich doppelt so viele Personen sollen in das ehemalige St.-Elisabeth-Krankenhaus einziehen. Die Kosten für die Renovierung des dreistöckigen Gebäudes betragen offiziellen Angaben zufolge rund 300 000 Euro. Diese hat die Stadt Rheda-Wiedenbrück zu tragen. Eine Miete muss die Verwaltung dagegen nicht entrichten. Der Besitzer, der Verein Katholischer Altenhilfeeinrichtungen (VKA), stellt seine Immobilie kostenlos bereit.

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