Autobahn 33: Grünes Licht für Weiterbau



Kreis Gütersloh (gl) - Die Bezirksregierung hat die Pläne zum Bau des Autobahn-33-Teilstücks zwischen Halle und Borgholzhausen genehmigt. Am Donnerstag legte Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl den Planfeststellungsbeschluss für den letzten Lückenschluss-Abschnitt vor.

Die Autobahn 33 darf von Borgholzhausen aus weiter in Richtung Bielefeld gebaut werden. Die Bezirksregierung Detmold hat die Pläne für das letzte Lückenschluss-Teilstück genehmigt.Klagen könnten den Baubeginn verzögern.

1175-seitigen Planfeststellungsbeschluss für den letzten Lückenschluss-Abschnitt im Rathaus Halle vor.

Wann die Bagger für das 12,6 Kilometer lange und 130 Millionen Euro (19,4 Millionen davon für den Grunderwerb) teure Straßenprojekt anrücken werden, ist offen. Vor 2018 dürfte die Autobahn nicht durchgängig befahrbar sein. Die Naturschützer haben Klagen angekündigt, weil es ihrer Ansicht nach unter anderem zu wenig Ausgleichsflächen gibt.

Im September wird der Planfeststellungsbeschluss öffentlich ausgelegt. Klagen können bis zum 26. Oktober beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht werden. Jens Kronsbein von der Bezirksregierung ist überzeugt, das der Bescheid in Leipzig Bestand haben wird.

Der A-33-Lückenschluss bringe den Menschen an der Bundesstraße 68 eine deutliche Entlastung und gebe der Wirtschaft wichtige Impulse, sagte Marianne Thomann-Stahl. Der 1175-seitige Planfeststellungsbeschluss sei in der Bundesrepublik einer der mit den höchsten Ansprüchen an den Naturschutz, betonte die Regierungspräsidentin. Mit 31 Millionen Euro werde knapp ein Viertel der Gesamtkosten für Fauna und Flora ausgegeben. Allein sechs eigenständige Grünbrücken entstünden. Mit verschiedenen Lärmschutzmaßnahmen werde zudem sehr viel für die Menschen im Umfeld der Autobahn getan.

Die Planungen für diesen Abschnitt reichen bis 1968 zurück. Öffentlich ausgelegt wurden Unterlagen erstmals 1996. Es gab 16 000 Einwendungen. Die Trasse durchschnitt das Naturschutzgebiet Tatenhauser Wald und war nicht haltbar. Deswegen wurde zweimal umgeplant. Die Autobahn rückte jedesmal ein Stück näher an die Stadt Halle heran und vom Tatenhauser Wald weg. Jetzt berührt sie das Naturschutzgebiet nur noch minimal.

28,3 Kilometer lang ist die Lücke der A 33 zwischen der A 2 bei Bielefeld und der Anschlussstelle Borgholzhausen. Ursprünglich sollte sie in drei Abschnitten von West nach Ost geschlossen werden. Jetzt geht es umgekehrt. Das Bielefelder Stück wird im Sommer 2012 freigegeben, das Steinhagener ist im Bau. Der Lückenschluss kostet insgesamt rund 342 Millionen Euro.

Mehr zu dem Thema auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ am Freitag.

 

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