Bäderbesichtigung in Nachbarkommunen


Warendorf (gl) - Im Mai hat der Rat die Stadtwerke Warendorf GmbH mit dem Bau eines neuen Hallenbads beauftragt. Welche Planungen und Ziele realistisch sein könnten, davon machte sich nun eine Delegation der Stadtwerke Warendorf und der Stadtverwaltung in umliegenden Kommunen ein Bild.

Unter anderem das Bürgerbad Handorf stand auf dem Besichtigungsplan der Delegation. Das Foto zeigt (vorne v. l.) Baudirektor Peter Pesch, Bürgermeister Peter Horstmann und Stadtwerke Geschäftsführer Urs Reitis, (hinten v. l.) Ralf Thaleiser, Geschäftsführer und Gesellschafter Bürgerbad Handorf, Tim Teerling, Prokurist Bürgerbad Handorf, Teamleiterin im Bereich Sport bei der Stadt Warendorf, Maria Kunstleve, Erster Beigeordneter und Kämmerer Dr. Martin Thormann, Sachgebietsleitung Gebäudewirtschaft der Stadt Warendorf, Christoph Schmitz, und Badleiter der Stadtwerke, Tristan Lerchner.

Ahlen, Handorf, Emsdetten, Rheine – diese Städte haben etwas gemeinsam: Sie liegen nicht nur alle im Münsterland, sondern waren auch Reiseziele der Warendorfer Delegation. Zudem waren oder sind sie noch mit dem Bau eines Hallen- beziehungsweise Kombibads beschäftigt. 

Aufgabe der Stadtwerke

Nach dem Ratsbeschluss Anfang Mai ist dies nun auch eine Aufgabe der Stadtwerke Warendorf. Ende April hatte sich zunächst der Hauptausschuss der Stadt mehrheitlich dafür ausgesprochen, die Pläne zum Neubau voranzutreiben, der Rat folgte dem Beschluss Anfang Mai. 

Als erstes Ziel wurde festgelegt, bis Ende 2022 geeignete Antragsunterlagen für eine Förderung vorzulegen. Im Laufe des Jahres 2024 soll mit dem Bau des neuen Bades begonnen werden. Für die Bauphase sind etwa zwei Jahre zu veranschlagen, sodass 2026 mit der Fertigstellung zu rechnen ist. 

„Wunder von Handorf“

Unter anderem besichtigte die Delegation aus Warendorf das „Wunder von Handorf“ – so nennt zumindest Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe das neue Bürgerbad in Münster-Handorf, dessen Planung und Bau innerhalb eines kurzen Zeitraums abgeschlossen werden konnte. Wie diese Leistung möglich war, das erfuhr die Delegation unter anderem von Ralf Thaleiser, Geschäftsführer des Bürgerbads Handorf. 

Auch das Waldbad Emsdetten stand auf dem Besichtigungsprogramm der Delegation. „Gerne unterstützen wir die Planer des neuen Hallenbades in Warendorf in der ersten Phase ihres Bauprojekts“, so Jürgen Schmidt, Geschäftsführer der Stadtwerke Emsdetten. Auch aus Rheine und Ahlen haben die Teilnehmer lehrreiche Eindrücke mitgebracht.

Stolpersteine im Blick

„Die Besichtigungen waren sehr aufschlussreich und zeigen uns, wo mögliche Stolpersteine liegen könnten, aber auch, was finanziell im Rahmen des Machbaren für die Stadt Warendorf sein könnte. Wir durften aus den Herausforderungen und Erfolgen unserer Nachbarkommunen lernen und sind dankbar, dass wir offen empfangen und informiert wurden“, summiert Peter Horstmann die Besichtigungstermine.

Ein genauerer Zeitplan für die Erstellung antragsfähiger Unterlagen zur Realisierung des Hallenbad-Neubaus soll nun seitens der Stadtwerke bis nach der Sommerpause 2021 erarbeitet werden. 

Realistisches Raumprogramm

Ferner arbeiten Stadt und Stadtwerke gemeinsam an einem realistischen Raumprogramm für das neue Hallenbad. Es soll dafür nun zunächst ermittelt werden, welche spezifischen Anforderungen und Wünsche der Nutzer und Nutzerinnen bestehen. Dazu werden die Stadtwerke auf alle aktuellen und auch potenziellen Nutzergruppen, die das neue Hallenbad nutzen werden, nach den Sommerferien zugehen. 

„Uns ist es besonders wichtig, alle Anforderungen derjenigen aufzunehmen, die das neue Sport- und Hallenbad tagtäglich besuchen werden. Immerhin handelt es sich um eine sehr langfristige und umfangreiche Investition, die unter Berücksichtigung der Daseinsvorsorge auch in 40 Jahren noch für die Nutzer attraktiv sein muss, daher liegt uns eine bestmögliche Beteiligung sowie Transparenz sehr am Herzen“, so Urs Reitis, Geschäftsführer der Stadtwerke Warendorf GmbH.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.