Bahn muss Übergang technisch nachrüsten



Beelen (jus) - Der seit Jahren geplante und im Januar begonnene Umbau des Bahnübergangs an der Letter Straße in Beelen sorgt weiter für Gesprächsstoff in der Gemeinde. Wo noch vor wenigen Wochen die Arbeiten für die Umrüstung begonnen hatten, tut sich derzeit überhaupt nichts.

Still ruht die Baustelle: Das Eisenbahn-Bundesamt fordert für den Bahnübergang Letter Straße in Beelen eine technische Nachbesserung der geplanten Lichtzeichenanlage. Ende April soll weitergearbeitet werden. Im Juni, nach mehr als sechsjähriger Planungs- und Bauphase, soll der beschrankte Bahnübergang endlich fertiggestellt werden.

Baufahrzeuge und Arbeiter sind abgerückt, aufgestellte Zäune hindern Fußgänger daran, den halb fertiggestellten Übergang zu betreten. „Der Grund für die unterbrochenen Arbeiten ist eine vom Eisenbahn-Bundesamt geforderte technische Nachbesserung der Lichtzeichen, die Änderungen in der Ausführungsplanung ausgelöst hat“, erklärte ein Bahnsprecher auf „Glocke“-Nachfrage.

Und weiter: „An der Überarbeitung der Planung wird mit Nachdruck gearbeitet. Die Arbeiten sollen voraussichtlich am 27. April wieder aufgenommen werden. Die Inbetriebnahme der neuen Bahnübergangssicherungsanlage ist für den 10. Juni geplant.“

Die leidgeprüften Beelener haben da so ihre Zweifel. Fast sechs Jahre mussten sie mit einem Provisorium leben: Weil erforderliche Bahnschranken fehlten, wurde der Übergang beim Herannahen eines Zuges seit 2009 von einem Bahnmitarbeiter mit Flatterband abgesperrt und gesichert – täglich wurde in zwei Schichten gearbeitet, an sieben Tagen in der Woche.

Derweil ärgern sich Anwohner der Baustelle weiter über verstärktes Verkehrsaufkommen in den Wohnsiedlungen.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.