Ball liegt beim Schienenzweckverband



Sendenhorst (gl) - NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst will nach Angaben des heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Henning Rehbaum aus Albersloh die Planung wichtiger Verkehrsvorhaben beschleunigen. Dazu zählt auch die WLE-Strecke zwischen Sendenhorst und Münster.

Noch verkehren nur Güterzüge auf der WLE-Strecke zwischen Sendenhorst und Münster. Das könnte sich vielleicht bald ändern.

Denn: Die Straßen zwischen Sendenhorst und Münster seien an ihre Belastungsgrenzen angelangt, schreibt Rehbaum in einer Mitteilung. Ob die Ortsdurchfahrten von Sendenhorst oder Albersloh, der Albersloher Weg in Münster oder der anschließende Bereich Hansaring/Hafenstraße in Münster: „Die Menschen leiden unter der wachsenden Flut von Autos und Lastwagen.“ Verkehrsteilnehmer stünden im Stau, egal ob als Pendler im Pkw oder im Schnellbus.

Man müsse jetzt „wirksam und effektiv Entlastung schaffen und die Verkehrsinfrastruktur leistungsfähiger machen“, findet Rehbaum. Das stärke die Attraktivität der Region und sei eine echte Entlastung für das Gewerbe und den Handel. Einen wichtigen Baustein sieht Rehbaum in der WLE-Strecke zwischen Sendenhorst und Münster mit einem ergänzenden Busangebot.

Die CDU hatte dazu Ende 2016 eine überaus gut besuchte Informationsveranstaltung in Albersloh angeboten.

Die neue Landesregierung habe Klarheit geschaffen, wie es weiter gehen solle, teilt Rehbaum weiter mit. Verkehrsminister Wüst habe mit den Schienenzweckverbänden eine pragmatische Übergangslösung gefunden. In Sachen WLE solle der zuständige Schienenzweckverband eine nachvollziehbare Kostenschätzung und einen abgestimmten Nachweis der Wirtschaftlichkeit erstellen. Über die Regionalräte müsse der Verband dies beim Verkehrsministerium anmelden. Anschließend legt das Ministerium den Antrag dem zuständigen Verkehrsausschuss des Landtages zur Aufnahme in den ÖPNV-Bedarfsplan vor.

Damit entfalle die zeitraubende und aufwendige Bearbeitung durch einen für sämtliche Nahverkehrsprojekte in NRW gleichzeitig zuständigen Generalgutachter, ist weiter in der Mitteilung zu lesen. Das Vorhaben könne schneller vorangetrieben werden. „Jetzt liegt der Ball im Feld des Zweckverbandes. Er muss seine Hausaufgaben machen.“ Und das Land müsse erklären, dass es die Kosten für den Ausbau und den anschließenden Betrieb der WLE übernehme.

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