Baubeginn für Sitz der Landwirte in Kürze



Gütersloh (mn) - Die Pläne sind überarbeitet, Klinker, Fenster, und weitere Materialien ausgesucht. Nur die Baugenehmigung fehlt noch. Doch Andreas Westermeyer, der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbands, zeigt sich zuversichtlich, dass das wichtige Dokument in Kürze vorliegen wird.

Hier wird gebaut: Andreas Westermeyer, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbands, an der Herzebrocker Straße. Im Hintergrund ist links das Blockheizkraftwerk zu sehen.

„Wir werden noch in diesem Monat mit dem Bau der neuen Zentrale für den Kreisverband und die Landwirtschaftliche Buchstelle beginnen“, verspricht der Verler. Die Zeit drängt. Am 1. Juli 2017 müssen Kreisverband und BSB ihre Räume im Haus des Bauern in Rheda-Wiedenbrück geräumt und den Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Hallenbads an der Herzebrocker Straße in Gütersloh bezogen haben.

„Dank der Schlagkraft unseres beauftragten Generalunternehmers Fechtelkord und Eggersmann aus Marienfeld werden wir das schaffen“, lässt Westermeyer keine Zweifel am knappen Fahrplan aufkommen, auch wenn der offizielle Spatenstich noch nicht terminiert ist. Am 1. Juni 2017 sollen Um- und Einzug beginnen. Die Außenanlagen mit rund 40 Stellplätzen hinter dem neuen grünen Zentrum werden möglicherweise erst etwas später fertig.

Eigentlich habe man ein paar Monate früher anfangen wollen zu bauen, aber die notwendigen Abstimmungen untereinander und mit der Stadt sowie die Ausschreibung hätten zu den Verzögerungen geführt, sagte der Vorsitzende der „Glocke“. Doch jetzt seien die Details unter Dach und Fach. Nur die Frage, ob der Bürokomplex mit seinen rund 40 Arbeitsplätzen eine Lüftungsanlage bekomme, sei noch offen. „Das müssen und werden wir in Kürze entscheiden“, so Westermeyer.

Geklärt ist dagegen längst die Heizungsfrage. „Wir werden das neben unserem Grundstück liegende städtische Blockheizkraftwerk (BHKW) nutzen, das einst das Hallenbad versorgt hat“, erläutert der Vorsitzende des Kreisverbands. Die Stadt werde das gasbetriebene BHKW in diesem Zusammenhang sogar aufrüsten und eine Leitung zur Herzebrocker Straße legen, um gegebenenfalls weitere Objekte anschließen zu können.

Das dreigeschossige Gebäude plus Staffel- und Kellergeschoss wird Westermeyer zufolge „ein reiner Zweckbau, der gut aussehen und für die von uns geplante Nutzung bestens geeignet sein wird“. An der westlichen Seite springt ein Drittel des Neubaus mit dem Eingang etwas zurück. Davor entsteht ein kleiner Platz. Eine Idee für dessen Gestaltung, hat der Chef der Bauern bereits. Details dazu verrät er nicht. „Wir werden dort aber kein besonderes Kunstwerk aufstellen, sondern bleiben unserer bodenständigen Gesamtstrategie für dieses Vorhaben treu“, so Westermeyer.

Hintergrund

Der Landwirtschaftliche Kreisverband Gütersloh mit seinem eigens gegründeten Hausverein und die Landwirtschaftliche Buchstelle BSB, eine Tochtergesellschaft des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands, fungieren gemeinsam als Bauherren für die neue gemeinsamen Geschäftszentrale im Kreis Gütersloh.

Die bisherigen Räume in Rheda-Wiedenbrück und Halle-Hörste werden aufgegeben. Hauptinvestor ist die BSB. Der Landwirtschaftliche Kreisverband trägt lediglich die Kosten für das künftig von ihm genutzte Erdgeschoss im größeren linken Gebäudeteil, was laut Bauernchef Andreas Westermeyer etwa 20 Prozent der Gesamtsumme ausmachen könnte. Was beide Partner insgesamt für das Projekt auf den Tisch legen, dazu äußern sie sich weiterhin nicht.

Angepasst worden ist in den vergangenen Wochen noch einmal die Büroanordnung sowie die im Staffelgeschoss untergebrachte Konferenzzone. Westermeyer: „Der Sitzungsbereich kann jetzt in verschiedene Größen geteilt werden und umfasst auch eine Küche, die die Landfrauen für ihre Angebote nutzen können. Das ist jetzt optimal.“ Im rechten, kleineren Gebäudeteil sind nach wie vor Räume für den Betriebshilfsdienst sowie eine Hausmeisterwohnung vorgesehen.

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