Beckumer Sekundarschüler wissen, wie Wahlen ablaufen


Am Sonntag wird es ernst. Dann steht die Bundestagswahl an. Die Schüler der Sekundarschule durften schon jetzt an die Wahlurne.

So einfach geht’s: Die Schülerinnen Dalin (links) und Dana aus der Klasse 8a geben ihre Stimme für die Juniorwahl ab. Foto: Falbrede

Beckum (luf) - Während die Erwachsenen erst am Sonntag ins Wahllokal gehen, stand die Wahlurne für die Schüler der Sekundarschule Beckum schon am Donnerstag offen. Unter dem Projekt „Juniorwahl“ simulierten die Teilnehmer die Bundestagswahl. 

Teilnehmen sollten alle Schüler der 8. und 9. Jahrgangsstufe. Sie erhielten zuvor von ihren Lehrern Wahlbenachrichtigungen, die sie zur Juniorwahl mitbringen sollten. 

Wie bei einer echten Wahl

Im Wahlraum verhielt sich alles wie bei einer richtigen Bundestagswahl: Von der Ausgabe der Stimmzettel über die geheime Wahl bis hin zum Einwurf der Stimmzettel in die Wahlurne. Der einzige Unterschied war, dass die Schüler sowohl Wähler als auch Wahlhelfer waren. „Es ist wichtig, dass für ein solches Projekt Raum geschaffen wird“, erklärte Schulleiter Godehard Stein. Gerade in Zeiten von politischem Misstrauen sei es von Bedeutung, die Schüler Demokratie direkt erleben zu lassen und sie zur politischen Mitarbeit im späteren Leben zu motivieren. Darüber hinaus sei es gerade für diese Jahrgangsstufen wichtig, zu wissen, wie eine Wahl funktioniert, da viele von ihnen bei der Landtagswahl mitwählen dürfen.

Bundesweite Aktion

Das Projekt ist eine bundesweite Aktion, an der etwa 4500 Schulen teilnehmen. Die Wahlergebnisse werden zusammengetragen. Es bestehe die Hoffnung, dass die Ergebnisse von der großen Politik beachtet werden, um die Meinung der noch nicht Wahlberechtigten zu Gehör zu bringen, so Stein.

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