Bei Starkregen tödlich verunglückt



Bergkamen/Bielefeld (gl) - Mit starken Regenfällen, mancherorts begleitet von Sturmböen, hat sich ein heißes Wochenende aus Westfalen verabschiedet. In Bergkamen (Kreis Unna) sind zwei junge Männer tödlich verunglückt. Ein 37-Jähriger Mann kam in einem Naturbadesee nahe Bielefeld ums Leben.

Dunkle Wolken und Starkregen kennzeichneten das Wetterbild am Morgen in manchen Teilen Westfalens.

Wie die Polizei mitteilte, schleuderte der Wagen der beiden jungen Männer in Bergkamen in der Nacht nach einem Überholmanöver von der rutschigen Straße und krachte gegen einen Baum. Der 21-jährige Fahrer und sein ein Jahr jüngerer Begleiter starben noch an der Unfallstelle.

Ein Motorradfahrer fuhr nahe Recklinghausen gegen einen Baum und wurde schwer verletzt.

In Bochum-Wattenscheid liefen binnen weniger Minuten Keller voll, Wohnungen standen unter Wasser, Straßen waren überflutet. Die Feuerwehr musste 40 Mal ausrücken.

Am Samstagmittag waren die Temperaturen fast im gesamten Land auf weit über 30 Grad geklettert, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. In Rheine (32,7 Grad) wurden die höchsten jemals an einem 19. Juli gemessenen Temperaturen überschritten.

Das hochsommerliche Wetter lockte landesweit viele Tausende Badegäste in die Freibäder und an die Badeseen. Ein 37-Jähriger kam am Samstag im Naturbadesee „Kleihügelsee" in Espelkamp nahe Bielefeld ums Leben. Zeugen hatten seine auffälligen Bewegungen bemerkt und ihn ans Ufer gebracht. Laut Polizei starb er noch am See, trotz sofortiger Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die Todesursache war zunächst nicht bekannt.

In Hattingen fiel am Sonntag ein Mädchen in die Ruhr, die Mutter sprang hinterher, und beide wurden von der Strömung abgetrieben. Ein DLRG-Boot konnte die beiden nach Angaben der Feuerwehr aber retten.

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