Bernd Sendker regiert in der Stiftsstadt



Freckenhorst (bjo) - Den Moment seines Königsschusses wird Bernd Sendker wohl so schnell nicht vergessen. Der 44-jährige Gärtner im Dienst der Kirchengemeinde St. Bonifatius und Lambertus ist neuer König der Bürgerschützen. Mit dem 432. Schuss brachte er den störrischen Adler zur Strecke.

An seiner Seite regiert seine Frau Veronika, den Hofstaat bilden Christina und Jürgen Stakenkötter, Silvia und Daniel Hunkemöller, Elke und Markus Beerenbrink sowie Sabine und Thomas Pösentrup.

Alle vier Thronherren hatten die neue Majestät auch an der Vogelstange unterstützt und sich in die Reihe der insgesamt acht ernsthaften Königsaspiranten eingereiht – darunter übrigens keine Dame. „Klasse, dass gleich zwei Cliquen um die Königswürde wetteifern“, freuten sich Präsident Matthias Kalthöner und Oberst Thomas Feldmann über „eines der spannendsten Königsschießen der letzten Jahre“. Nach 411 Schuss Kleinkaliber kamen Flinte und Königskugeln zum Einsatz – und es brauchte weitere 21 Schuss, bis der Adler schließlich die Flügel streckte und Bernd Sendker ausgelassen über seinen Volltreffer jubeln durfte.

Die Throngesellschaft der neuen Majestät rekrutiert sich aus dem Stammtisch „Zehn kleine Jägermeister“. Zu seinen Hobbys zählt der neue Freckenhorster König zudem seine Tätigkeit im Löschzug Freckenhorst sowie den Kegelclub „Die wilden Hähne“.

Königliche Erfahrung gibt es in der Familie Sendker reichlich. Oma Hedwig Sendker war 1951 Königin der Bürgerschützen an der Seite von Josef Niemerg, Opa Bernhard Sendker war 1961 Bürgerschützen-König. Und auch Königin Veronika Sendker kann auf familiäre Schützen-Vorbelastung verweisen, brachte es ihr Onkel Hugo Stiegekötter gar zum Kaiser der Everswinkeler Schützen.

Mit dem Königspaar jubelten auch die drei Kinder Christoph (8), Kathrin (6) und Laura (3) – beispielsweise beim traditionellen „Tanz auf der Theke“, dem ersten Höhepunkt eines jeden Regentschaftsjahrs in der Stiftsstadt. Vor dem Königsschuss hatten die Insignienjäger ihr Werk vollbracht. Die Krone sicherte sich Oberst Thomas Feldmann, den Reichsapfel errang Robert Hunkemöller und das Zepter schoss Edgar Leowald ab.

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