Bielefeld soll Medizin-Fakultät bekommen



Bielefeld/Düsseldorf (the/dpa) - An der Universität Bielefeld soll eine medizinische Voll-Fakultät entstehen. Das ist ein Ergebnis der dritten Koalitionsverhandlungsrunde zwischen CDU und FDP in NRW. Für den Aufbau der Fakultät sollen 50 Millionen Euro bereitgestellt werden.

An der Universität Bielefeld sollen künftig auch Mediziner ausgebildet werden. Das haben CDU und FDP in ihren Koalitionsverhandlungen vereinbart.

Das teilten der wahrscheinliche künftige Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und der FDP-Politiker Andreas Pinkwart am Dienstag in Düsseldorf mit. Die angestrebte schwarz-gelbe Landesregierung will so den Ärztemangel auf dem Land bekämpfen. Bislang kann Medizin in Ostwestfalen-Lippe nur an Kliniken in den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke studiert werden, allerdings unter dem Dach der Uni Bochum. Dieses unter Rot-Grün eingeführte Ausbildungsangebot war erst mit dem Wintersemester 2016/17 gestartet worden. Zudem sollen künftig in Siegen Mediziner in Kooperation mit der Uni Bonn ausgebildet werden.

Außerdem soll das Land bis 2025 flächendeckend mit schnellen Datenübertragungsnetzen ausgestattet werden. Daran sollen alle Schulen und Gewerbegebiete angeschlossen werden. CDU und FDP wollen NRW damit zu einem führenden Standort der modernen Kommunikationstechnologie machen. Für das Gigabit-Netzwerk veranschlagen die Koalitionspartner sieben Milliarden Euro an Bundes-, Landes- und EU-Mitteln. Anders als Rot-Grün legen sie sich nicht auf Glasfaser fest, sondern lassen die Technologie offen.

Beschlüsse über extrem verschärfte Regelungen zum Abstand zwischen Windrädern und Wohnbebauung gebe es noch nicht, sagte Laschet zu entsprechenden Sorgen der Branche. Er signalisierte aber Veränderungen: „Man kann für das Pariser Klima-Abkommen sein, ohne das ganze Sauerland voller Windräder zu stellen.“

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