Bis zu 40 Wohnungen könnten entstehen



Verl/Kaunitz (ack) - Wie soll das 3900 Quadratmeter große Grundstück an der Straße Zum Sennebach in Kaunitz bebaut werden? Vier Bewerber gibt es für das Areal, das im Besitz der Stadt ist und für sozialen Wohnungsbau genutzt werden soll. Jetzt stellten sich drei der vier potenziellen Investoren vor.

Verschiedene Optionen gibt es für das Areal an der Straße Zum Sennebach in Kaunitz. Auf dem 3900 Quadratmeter großen Grundstück ist sozialer Wohnungsbau geplant. Drei potenzielle Investoren stellten ihre Pläne vor.

Jeweils für 5,25 Euro pro Quadratmeter sollen die Wohnungen vermietet werden. Eine Entscheidung, wer den Zuschlag für das Areal bekommt, ist noch nicht gefallen. Die Fraktionen wollen zunächst noch einmal beraten. Unabhängig davon will sich die Stadt das Belegungsrecht sichern, um mitreden zu können, wer die Wohnungen mietet. Geplant ist eine Erschließung über die Straße Zum Sennebach. „Die Glocke“ gibt eine Übersicht über die einzelnen Projekte.

Kommunale Haus und Wohnen  (KHW): Die Gesellschaft, an der die Stadt Verl beteiligt ist, wurde 1953 als Kreisheimstätte Wiedenbrück gegründet. Insgesamt rund 1100 Wohneinheiten in Herzebrock-Clarholz, Langenberg, Rietberg, Schloß Holte-Stukenbrock, Rheda-Wiedenbrück und Verl verwaltet das Unternehmen. 90 davon in der Ölbachstadt. In Kaunitz ist die KHW bisher nicht vertreten. Nun will die KHW drei Häuser auf dem Grundstück errichten. 36 bis 40 Wohnungen könnten – je nach Zuschnitt – gebaut werden. 2372 Quadratmeter Wohnfläche würden entstehen. Geplant sind zwei größere Gebäude und ein kleineres Haus. Alle haben zwei Vollgeschosse sowie ein Staffelgeschoss. Aufzüge sind geplant. Der untere Teil der Fassade soll verklinkert werden, der obere verputzt. Zwei Varianten hat die KHW ins Spiel gebracht. Bei einer würden die Häuser mit größerem Abstand zum bestehenden Wohngebiet errichtet.

Göktas-Entwurf: Zusammen mit seinen Brüdern hat sich Metin Göktas darüber Gedanken gemacht, wie man das Grundstück bebauen kann. „Wir sind Kaunitzer. Wir werten unsere Nachbarschaft auf“, sagte Metin Göktas. Er plant eine luftigere Bebauung als die KHW. In seinem Entwurf sind zwar sechs Häuser vorgesehen. Sie verfügen aber nur über 28 Wohneinheiten. Acht kleine, rund 60 Quadratmeter umfassende Wohnungen sind geplant. 16 sollen rund 80 Quadratmeter groß sein, 4 gut 100 Quadratmeter. „Wir hätten mehr einplanen können. Aber ein großer Komplex passt nicht in die Umgebung“, sagte Metin Göktas. Rund 2200 Quadratmeter Wohnfläche sollen insgesamt entstehen.

Vorderbrüggen Bau:  Das Varenseller Unternehmen kann sich an der Stelle den Bau von fünf Häusern vorstellen. Drei würden über insgesamt rund 370 Quadratmeter Wohnfläche verfügen. Zum Kunstrasenplatz hin könnten zwei Häuser mit rund 550 Quadratmeter Wohnfläche entstehen. „Der Ortsteil ist ländlich geprägt. Die Gebäude sollen sich in die Landschaft einfügen“, sagte Architektin Stefanie Fritzensmeier, die die Pläne zusammen mit Dieter Vorderbrüggen präsentierte. Vorgesehen ist, die Parkplätze im Norden des Grundstücks unterzubringen, um zur bestehenden Bebauung einen möglichst großen Abstand einzuhalten. „Wir wollen den Menschen dort keine Verschattung bieten“, sagte die Architektin. Denn theoretisch könnten die Häuser mit zwei Vollgeschossen und einem ausgebauten Dachgeschoss nur sechs Meter von den Bestandsgebäuden entfernt errichtet werden. Rund 2100 Quadratmeter Wohnfläche sollen entstehen. Je nach Schnitt wären das rund 30 Wohnungen. Energie könnte zum Beispiel mittels eines Blockheizkraftwerks erzeugt werden.

Werneke-Entwurf:  Die Geschwister Manuela und Christoph Werneke waren am Donnerstagabend verhindert. Sie wollen nur einen Teil des Grundstücks nutzen und schlagen vor, dort zwei Wohnhäuser zu errichten. Und zwar mit zwei Voll- und einem ausgebauten Dachgeschoss.

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