Box Club lässt sich nicht ausknocken



Gütersloh (zog) -  Das Aus für den Amateursport zumindest für den November war auch ein harter Schlag für den Box Club Gütersloh. Denn damit musste der Verein die für Ende November geplante und seit acht Monaten vorbereitete 4. Auflage des Masters Cup absagen.

  „Über 30 Teilnehmer aus verschiedenen Ländern, insbesondere England, Dänemark, der Niederlanden, der Schweiz hatten bereits zugesagt. Gütersloh hat sich in die Reihe der großen Veranstalter der internationalen Masters Cups neben New York und Sydney mit dieser Großveranstaltung einen Namen gemacht“, teilte der Verein in einer Presseerklärung mit.

 „Wir waren im Vorjahr bei der WM in den USA, wo Kai Pieper den Titel nach Gütersloh geholt hat und wir viele Athleten für unser Turnier begeistert haben“, ergänzt Dr. Horst-Peter Strickrodt, Vorsitzender, Pressesprecher und A-Trainer des BC Gütersloh. Nicht nur, dass die Gütersloher schon viele Stunden ehrenamtliche Arbeit und eine vierstellige Summe in die Vorbereitung (samt umfassendem Sicherheits- und Hygienekonzept) des Turniers mit einem Gesamtetat von etwa 40 000 Euro gesteckt hatten. Nein, auch die mittlerweile 40 Master-Athleten des Clubs hatten sich seit vielen Monaten auf den Masters Cup, vorbereitet.

 „Und das bereits seit dem ersten Lockdown im Frühjahr mit individuellem Training, mit Training im Freien, digitalem Echtzeittraining und in privaten Gyms“, bedauert Strickrodt das Aus. „So war das Training sicher nicht umsonst, aber vorerst vergeblich.“ Zu gern hätte auch Kai Pieper seinen Titel in der Stadthalle Gütersloh verteidigt. Dass es diese, seit nun fünf Jahren stetig wachsende Masters-Szene überhaupt gibt, ist maßgeblich auch dem BC Gütersloh zu verdanken. Denn der Verein hatte maßgeblich mit dafür gekämpft, dass das Wettkampfverbot für Athleten über 35 Jahren gekippt wurde, damit die Masters unter angepassten Bedingungen kämpfen und ihren Sport weiter ausüben dürfen.

 Weil sich ein Boxer von einem Niederschlag nicht gleich ausknocken lässt, haben die Verantwortlichen des BC Gütersloh nach der Absage für 2020 gleich beschlossen, das Turnier, genauso wie für dieses Jahr geplant, in 2021 in der Dalkestadt auszurichten. „Wir versuchen, Gütersloh zu einer internationalen Boxstadt zu entwickeln“, nennt der Rechtsanwalt das ehrgeizige Ziel des Vereins.

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