Breitbandnetz wird endlich geknüpft



Rietberg (bv) - In Mastholte-Süd hat der Ausbau des Glasfasernetzes begonnen. „Seit dem Start am 6. August haben wir bereits 600 Meter der insgesamt sieben Kilometer langen Trasse in diesem Bereich geschafft“, teilte Michael Hegemann vom beauftragen Unternehmen Eltel am Mittwochmorgen mit.

Es geht los: (v. l.)Projektleiter Stefan Rabert, Michael Hegemann (beide Eltel), Ralf Schütte (Helinet), Bürgermeister Andreas Sunder und Projektleiter Dominik Hennecke (Helinet) freuen sich in Mastholte-Süd über den gelungenen Baustart.

Er geht davon aus, dass die Zahl der bislang 85 angemeldeten Hausanschlüsse noch steigt und weitere interessierte Anwohner kurzfristig die Chance nutzen werden, ebenfalls angeklemmt zu werden.

Ob die Arbeiten in offener oder geschlossener Bauweise durchgeführt werden, hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab. „Was wir nicht anwenden, ist das vermeintlich einfachere und günstigere Trenching-Verfahren, bei dem zur Verlegung der Glasfaserkabel ein schmaler Schlitz in Straße oder Bürgersteig gefräst wird“, sagte gestern Bürgermeister Andreas Sunder. Die städtische Fachabteilung habe empfohlen, die Infrastruktur möglichst weit in die Erde hinein zu verlegen. Ende Oktober sollen die Voraussetzungen für den Anschluss an das Netz geschaffen worden sein. Danach werden Mastholte und Rietberg ausgebaut.

Für Ende 2019/Anfang 2020 ist die Fertigstellung des passiven Netzes in Mastholte-Süd, Mastholte und Rietberg geplant. Sobald das Abschlussgerät im Haus montiert ist, kann es der Kunde nutzen, sofern er nicht an anderweitig gebunden ist. „Wer noch eine längere Laufzeit hat, kann heute schon einen Vertrag mit der Helinet abschließen und wird eben erst später an unser Kabel gehen - aber noch zu den vergünstigten Konditionen“, sagte Geschäftsführer Ralf Schütte.

Parallel zu den Ausbauarbeiten in Mastholte und Rietberg will der Dienstleister eine weitere Nachfragebündelung in Neuenkirchen durchführen und plant zu diesem Zweck am 30. August, um 19 Uhr, eine Infoveranstaltung im Kolpinghaus. Darüber hinaus soll an der Langen Straße 91 (bei Wapelhorst) ein Verkaufscontainer aufgestellt werden. „Unser Wunsch ist, nach der Realisierung der ersten drei Ausbaugebiete nahtlos in Neuenkirchen weiter zu machen“, erklärte Schütte. Allerdings sei die Wirtschaftlichkeit eine zwingende Voraussetzung, „denn wir sind ein Unternehmen mit kommunaler Beteiligung und können kein Geld verbrennen“.

Bürgermeister Andreas Sunder will eine städtische Beteiligung an dem fertiggestellten Netz für die Zukunft nicht ausschließen. „Ich halte es für erstrebenswert, dass der Einfluss von Kommunen auf eine so wichtige Infrastruktur so groß wie möglich ist, denn sie ticken anders als große Konzerne.“. Schütte zeigte sich angetan von dieser Überlegung und betonte: „Wir sind offen dafür, dass die Städte sich hier engagieren –nicht nur bei der Projektumsetzung, sondern auch später.“

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