Bündnis gegen Rechts will Farbe bekennen



Kreis Gütersloh (lw) -  Ein klares Zeichen für Demokratie, Toleranz und Vielfalt will das Bündnis gegen Rechts im Kreis Gütersloh setzen. Am Donnerstag haben Parteien, Vertreter der Arbeitnehmer, Gewerkschaft, Kirche und soziale Hilfsorganisationen zuvor gefasste Grundsätze unterzeichnet.

Vertreter mehrerer Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und Hilfsorganisationen gründeten am Donnerstag das Bündnis gegen Rechts im Kreis Gütersloh.

Aber bringt das überhaupt etwas? „Ja, wenn sich Menschen aus der Mitte der Gesellschaft zusammenschließen“, sagt Thorsten Klute, Vorsitzender des SPD-Kreisverbands und Ideengeber für die Gruppe.

Wichtig ist ihm, dass sich das Bündnis nicht gegen bestimmte Personen richtet, sondern gegen Denkrichtungen. „Wir denken alle unterschiedlich. Das wird auch so bleiben“, sagt Klute mit Blick in die bunte Runde. „Aber wenn es um Demokratie geht, halten wir zusammen.“

Wer sich dem Bündnis gegen Rechts im Kreis Gütersloh anschließen möchte – Einzelpersonen sind genauso willkommen wie Organisationen und demokratische Parteien –, kann sich per E-Mail an buendniskreisguetersloh@gmail.com wenden.

Mehrere Organisationen haben sich dem Bündnis schon angeschlossen. Außer der SPD sind das unter anderem die Grünen, die Arbeiterwohlfahrt, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die evangelischen Kirchenkreise.

Mehr dürfen folgen, gern auch aus der Mitte der Gesellschaft, so Klute. „Das soll kein Bündnis des anderen Extrems werden.“

Thorsten Schmolke von den Grünen erhofft sich von dem Zusammenschluss eine gute Vernetzung. Wenn es im Kreis einen Aufmarsch einer rechten Gruppe gegeben habe, seien die Städte und Kommunen in der Vergangenheit immer auf sich allein gestellt gewesen.

Das ist auch ein Ziel des Bündnisses: Präsenz und eine klare Kante zeigen. In Bielefeld klappe das schon ganz gut. Er freut sich, dass auch die Kirchen mit im Boot seien. „Im Dritten Reich hatten sie eine nicht gerade rühmliche Rolle. Deswegen ist es umso schöner, wenn sie jetzt klar Stellung gegen Diskriminierung beziehen.“

Hans-Werner Heißmann-Gladow vom DGB betont, dass man sich vor allem kurz vor der Europawahl am 26. Mai groß und breit aufstellen müsse. „Wir bekennen Farbe. Und wir dürfen uns nicht von Dumpfbacken vereinnahmen lassen“, sagt er.

Stefan Salzmann, Pfarrer bei der evangelischen Kirchengemeinde Gütersloh, ist vor allem wichtig, dass man bei allem Unmut ein gewaltfreies Zeichen setze.

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