Bürgerfest ein Zeichen gegen die AfD



Ahlen (rad) - Mit einem „friedlichen Bürgerfest der Demokratie“, wie es Bürgermeister Dr. Alexander Berger genannt hat, haben am Freitag mehr als 400 Menschen vor dem Rathaus ein Zeichen gesetzt für ein Miteinander der Kulturen, Nationalitäten, Religionen und gegen die AfD auf dem nahen Marktplatz.

Flagge zeigten am Freitagabend bei der Anti-AfD-Veranstaltung auf dem Rathausvorplatz in Ahlen mit mehr als 400 Menschen auch der Bürgermeister und vier Alt-Bürgermeister. Das Bild zeigt (v. l.) Herbert Faust, Günter Harms, Dr. Alexander Berger, Horst Jaunich und Benedikt Ruhmöller. Bild: Kemper

Gegen 18 Uhr füllte sich der Platz binnen kurzer Zeit. Und die Teilnehmer erlebten in den folgenden Stunden mitreißende Grußworte und Ansprachen, ein vielfältiges Kulturprogramm mit Frank Meierhenrich, den Gebrüdern Möxel und der Band Smoke und ein kulinarisches Angebot.

Er freue sich, dass so viele Leute ein Zeichen setzen wollten, sagte Mitorganisator Sebastian Richter – ob beim Rudelsingen im Bürgerzentrum, im Wersestadion oder vor dem Rathaus, um zu zeigen: „Wir haben Besseres zu tun“ – als auf dem Marktplatz die AfD zu hören. Die Partei schüre Ängste. „Doch warum soll ich vor meinem Nachbarn Angst haben?“, fragte Richter im Dialog mit Ferit Atac, mit dem er an der Weststraße groß geworden sei.

Die Stimme zu erheben gegen die, die auf dem Marktplatz gegen das angebliche Politikversagen zu Felde zögen, aber unrecht hätten, sei wichtig, betonte Bürgermeister Dr. Berger. Wie unberechtigt die Behauptung der AfD sei, zeigten die Ahlener Bürger mit ihrem Engagement für Flüchtlinge. Deutliche Worte fand auch Martin Menacher vom DGB. Die AfD hetze gegen Flüchtlinge und Muslime, propagiere Nationalismus und Abschottung, habe ein realitätsfremdes Familien- und Frauenbild.

Ahlen sei eine kleine Weltstadt, in der Menschen in Not und auf der Flucht mit offenen Armen empfangen würden, sagte Altbürgermeister Benedikt Ruhmöller. Solidarität, Integration und das Miteinander würden hier gelebt. Diese humanitären Grundwerte würden von der AfD torpediert.

Weitere Berichte in der Samstag-Ausgabe des Ahlener Tageblatts.

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