Bürgermeister sagen „Nein“ zum Fracking



Kreis Warendorf / Drensteinfurt (hjk) - „Nein zum Fracking“ – beziehen die Bürgermeister des Kreises klar Stellung zu dem Vorhaben von Energieunternehmen, im Kreis Warendorf nach Erdgas zu bohren, wobei Millionen Liter Wasser, versetzt mit Chemikalien in den Boden gespült werden.

Sie sagen „Nein“ zum Fracking, wenn es darum gehe, im Kreis Warendorf nach Erdgas zu bohren: die Bürgermeister (v. l.) Josef Uphoff (Sassenberg), Berthold Lülf (Ennigerloh), Wolfgang Pieper (Telgte), Karl-Friedrich Knop (Oelde), Berthold Streffing (Sendenhorst), Elisabeth Kammann (Beelen), Benedikt Ruhmöller (Ahlen), Paul Berlage (Drensteinfurt), Joachim Schindler (Ostbevern), Dr. Karl-Uwe Strothmann (Beckum), Ludger Banken (Everswinkel) und Jochen Walter (Warendorf).

Dieses Fracking genannte Verfahren, das angewendet wird, um Gasvorkommen im Bereich von Kohleflözen zu gewinnen – ganz konkret in Drensteinfurt – lehnen die Kommunalchefs mit Hinblick auf die mögliche Gefährdung von Grund- und Trinkwasser eindeutig ab. „Keine Chemie in unserer Erde“, griff Paul Berlage (Drensteinfurt) gestern bei der Bürgermeisterkonferenz in Drensteinfurt den Slogan der Initiative auf, die sich gegen solche Vorhaben zur Wehr setzt. Der Kreis liegt in dem Gebiet, für das die Firma Exxon eine Konzession beantragt hat, die Städte Drensteinfurt, Ahlen und Beckum fallen zudem in den Bereich der Hamm-Gas. Während die Hammer es zunächst ohne Fracking versuchen möchten, habe Exxon schon deutlich gemacht, darauf nicht verzichten zu können, so Berlage. Zweimal der Inhalt des Freibads von Drensteinfurt werde bei einer Bohrung an Wasser benötigt, darin „50 000 bis 60 000 Liter Gift“, steht der mögliche wirtschaftliche Nutzen nach Ansicht von Drensteinfurts Bürgermeister in keinem Verhältnis zur potenziellen Gefährdung.

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