CDU sorgt sich um Hochwasserschutz


Beckum (gl) - Die verheerende Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz beschäftigt die CDU im Rat der Stadt, die sich Gedanken um den Hochwasserschutz vor der eigenen Haustür macht. Sie wendet sich mit einem ganzen Katalog von Fragen zum Thema an die Verwaltung.

Bei Starkregen stößt die Kapazität der Kanalisation  auch in Beckum an ihre Grenzen.

Beckum sei zwar nur am Rande von dieser Katastrophe betroffen und die Situation hier sei nicht mit der in den Krisengebieten um Ahrweiler und Eschweiler zu vergleichen, schreibt die Union. Gleichwohl müsse der Fokus auch auf das Stadtgebiet von Beckum gerichtet werden. Die Bürger hätten wiederholt feststellen müssen, dass die Kanalisation stellenweise ihre Kapazitätsgrenze überschritten hatte. Das Wasser konnte bei dem Starkregenereignis vielerorts nicht abfließen.

Hohe Dunkelziffer betroffener Haushalte

Sicher wurden in Beckum nicht immer die offiziellen Hilfskräfte benachrichtigt und die überfluteten Keller konnten mit eigenen Mitteln gereinigt werden, mutmaßt die CDU. Die Fraktion macht darauf aufmerksam, dass die Dunkelziffer der betroffenen Haushalte in Beckum durchaus hoch ist. „Die Bürger unserer Stadt leben in den letzten Jahren mit einer steigenden Angst, dass bei jedem Regenereignis ihre Keller volllaufen können“, stellt die CDU fest.

Bericht über Schäden nach Starkregen

Neben einer privaten Vorsorge bedürfe es auch Vorsorgemaßnahmen der Stadt. In Beckum seien viele neue Baugebiete entstanden, wobei die Häuser meist an die vorhandene Kanalisation angeschlossen worden seien. Die CDU-Fraktion beantragt, einen Bericht über die Schäden nach Starkregen im Stadtgebiet und die aktuellen Hochwasserschutzmaßnahmen im zuständigen Ausschuss auf die Tagesordnung zu setzen. Zusätzlich bittet die Fraktion um Auskunft darüber, wie viele hochwasserbedingte Einsätze der Feuerwehr es bei dem jüngsten Unwetter gegeben hat. Ferner möchte sie wissen, ob die vorhandenen Hochwasserschutzmaßnahmen ausreichen, oder ob nachgebessert werden muss.

Trifft die Stadt ausreichend Vorsorge?

Außerdem von Interesse für die CDU: Sind der Verwaltung Straßenabschnitte bekannt, bei denen es wiederholt in Folge von Starkregen zum Eindringen von Wasser in die Keller kommt? Und reicht der Querschnitt der Abwasserrohre aus, um Starkregenereignisse zu bewältigen? Eine etwaige Anpassung des bestehenden Sanierungsplans für die Kanalisation in Beckum möchte die Union ebenso thematisiert sehen wie die Folgen eines Anschlusses neuer Baugebiete, die Planung kurzfristiger Hochwasserschutzmaßnahmen und die technische Ausstattung zur Bekämpfung eines Hochwassers. Abschließend fragt die Fraktion welche präventiven Maßnahmen zum Hochwasserschutz bestehen und ob Konzepte und Informationen für das Verhalten bei Hochwassergefahren für die Bürger vorliegen?

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