Christina Ruberg sorgt für Ordnung



Herzebrock-Clarholz (ds) - Beruflich hat Christina Ruberg fest im Sattel gesessen. Zehn Jahre war sie als Kundenberaterin einer großen Bank tätig. Dann verfestigte sich das Gefühl, einen anderen Weg einschlagen zu wollen. Heute ist die 31-Jährige als Kleinunternehmerin selbstständig.

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Kein Umschwung von heute auf morgen, sondern eine gut vorbereitete Entscheidung. Und an deren Beginn stand die Frage „Was kann ich eigentlich richtig gut?“. „Aufräumen“, hat Christina Ruberg für sich eine Antwort gefunden.

Aus ihrem Talent und ihrer Leidenschaft hat sie im Mai vergangenen Jahres einen Beruf gemacht. „Ich bin weder Putzfrau noch Entrümplerin und auch kein Trödel-Trupp“, sagt Christina Ruberg, die vor dreieinhalb Jahren der Liebe wegen nach Herzebrock-Clarholz gezogen ist. Sie schafft Strukturen, bringt Dinge in Ordnung: im Büro, in der Wohnung, im Keller, beim Umzug, bei Privatleuten, Schülern oder Firmen. Überall dort, wo eine Systematik das Leben und den Alltag erleichtert. Die Menschen, die ihre Hilfe anfordern, sind weder zu faul zum Suchen, noch sehen sie Ordnung als das halbe Leben: „In irgendeiner Form hat sich bei ihnen ein Zustand entwickelt, der sie stört“, so die 31-Jährige. Dabei macht sie ganz unterschiedliche Gründe aus: Oft sei es einfach fehlende Zeit, manchmal ein Mangel an Aufräum-Talent oder eine schwierige Phase im Leben, die den Menschen andere Prioritäten als Ordnung abverlange.

Christina Rubergs Ordnungssinn zeigt sich nicht in leeren Ablageflächen, steriler Atmosphäre oder fehlenden Staubkörnchen. Ein Blick in ihre Wohnung: Alles ist herrlich „normal“ bei der Aufräumerin, Zettelwirtschaft an der Pinnwand, Erinnerungsstücke auf den Schränken, Schuhe in der Ecke, Nippes auf dem Tisch. „Es geht darum, Plätze zu definieren und für Dinge einzurichten“, sagt die 31-Jährige. Manchmal reiche dafür einmalige Hilfe, manchmal sei es eine langfristige Begleitung der Kunden. So individuell wie die Menschen, so individuell gestalte sich auch ihre Dienstleistung. „Wenn ich einmal Tabula rasa gemacht habe, gibt es welche, die können diese Ordnung aufrecht erhalten“. Andere nehmen ihre Hilfe regelmäßig in Anspruch.

„Beim ersten Treffen höre ich erst zu, mache mir ein Bild und klopfe ab, wohin die Reise gehen kann“, beschreibt Christina Ruberg. Und wenn sie auf raumhohe Stapel von Papieren trifft oder in den Schränken gemeinsam mit den Kunden Wichtiges von Unwichtigem trennt, dann ist sie in ihrem Element unterwegs. Mit Diskretion und Verschwiegenheit, die sie während ihrer Zeit als Bankkauffrau verinnerlicht hat.

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