Debatte um Zuschuss für Katholikentag



Münster (gl) - Am Mittwoch, 10. September, verhandelt der Rat der Stadt Münster über einen kommunalen Zuschuss zur Ausrichtung des 101. Katholikentages im Jahr 2018 in Münster. Im Gespräch sind 1,5 Millionen Euro. Doch es regt sich Widerstand gegen die finanzielle Unterstützung durch die Stadt.

Zehntausende Gläubige werden zum 2018 in Münster stattfindenden Katholikentag erwartet. Schon jetzt berät die Stadt Münster darüber, ob die Großveranstaltung durch einen kommunalen Zuschuss unterstützt wird. Im Gespräch ist eine Summe von 1,5 Millionen Euro. Das Bild zeigt eine Aufnahmen von Kirchentag in Hamburg (2013).

„Nach den aktuellen Unwetterschäden an der kommunalen Infrastruktur und angesichts der allgemeinen Finanzlage der Stadt steht Münster vor ganz anderen Herausforderungen als der Finanzierung eines Katholikentags“, sagt Daniela Wakonigg, Sprecherin des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) im Münsterland. Wakonigg plädiert für eine sinnvolle Verwendung der kommunalen Gelder: „Die Instandsetzung des durch das Unwetter zerstörten Bürgerzentrums Kinderhaus kommt allen Bürgerinnen und Bürgern zugute. Ein katholisches Vereinsfest wie ein Katholikentag spricht in erster Linie die Mitglieder der katholischen Kirche an und unterstützt sie in ihrem selbstgesetzten Missionierungsauftrag.“ Befürworter der finanziellen Unterstützung argumentieren anders: Der Kirchentag rückt Münster bundesweit in den Blickpunkt, trägt damit im positiven Sinne zum Image der Stadt bei. Dazu ist die Großveranstaltung, zu der zehntausende Besucher erwartet werden, auch wirtschaftlich für die Stadt interessant. Denn die Gäste müssen schließlich beherbergt und verpflegt werden. Der kommunale Zuschuss ist damit eine gute Investition.

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