Der Herr der fliegenden Scheiben



Beckum (jh). „Ultimate Frisbee – was ist das?“ - so lautet wohl die erste Reaktion von vielen. Verständlich, die Sportart ist den meisten Leuten unbekannt, in Beckum allerdings weit verbreitet. Vielleicht liegt es auch an ihm: Denn einer der erfolgreichsten Ultimate Frisbee-Spieler in der Region ist der 19-jährige Stefan Kuhn aus Beckum.

Hoch hinaus: Stefan Kuhn schnappt sich das Frisbee im Tiefflug.

Der bereits dreimalige Junioren-Europameister gibt gern Nachhilfe: „Es ist ein Zusammenspiel zwischen Technik, Schnelligkeit und Kondition.“ Eigentlich ganz einfach: Das Spielprinzip und der Aufbau des Feldes ist vergleichbar mit dem des American Footballs, das Frisbee muss in die jeweilige Endzone des Gegners gespielt werden.

Kuhn ist zurzeit für zwei Vereine aktiv. Einerseits spielt er für die U20 der Beckumer Mannschaft „Sean’s Sheep“, in der er allerdings offizielle Turniere aufgrund seines Alters nicht mehr bestreiten kann. Er ist aber auch für die Herrenmannschaft der Aachener „Frizzly Bears“ in der 1. Herrenliga aktiv.

 Die deutschen Meisterschaften werden meist an einem Turnierwochenende ausgespielt, da eine Liga mit wöchentlichen Spielen aufgrund der geringen Vereinsdichte nicht möglich. „Da reicht auch das Geld nicht aus“, fügt Kuhn hinzu. Dennoch kommt er durch den Sport viel herum, fährt zu Trainingslagern und Qualifikationsturnieren nach Brügge, Amsterdam oder Gent.

Sein persönlich größter Erfolg ist der Gewinn von drei Europameisterschaften mit der deutschen Junioren-Nationalmannschaft. Anfang August gewann er in Frankfurt mit der U20 seine bereits dritte EM. „Da kriege ich heute noch Gänsehaut“, erinnert er sich an das Finale dieses Jahres zurück. Zuvor konnte er bereits mit der U17 und in seinem ersten Jahr in der U20 mit der Nationalmannschaft diesen Triumph feiern. „Deutschland ist im Juniorenbereich in Europa sehr gut aufgestellt“, hebt er hervor.

Mehr dazu in der Glocke am Mittwoch

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.