Deula investiert in Digitalisierung


Warendorf (gl) -Die Digitalisierung der Arbeitsprozesse ist auch für den Garten- und Landschaftsbau ein Schlüssel, der Türen in Richtung Zukunft öffnet. Und daher spielt sie auch bei der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften in der Deula , dem Bildungszentrum für „grüne Berufe“, eine große Rolle.

Die neuesten Deula-Anschaffungen sahen sich bei einem Vor-Ort-Besuch in Warendorf Karl Werring (4.v.l.), Präsident der Landwirtschaftskammer NRW, und Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann (6. v. l.) aus dem Landwirtschaftsministerium NRW an.

Von der Planung und Abwicklung von Baustellen über die Just-in-time-Lieferung von Baumaterial und Werkzeug bis zum GPS-gesteuerten Minibagger werden diese Prozesse jetzt mit digitaler Unterstützung umgesetzt. In Zusammenarbeit mit dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW wurden nun entsprechende Ausbildungszentren für die Digitalisierung im Deula-Bildungszentrum Warendorf eingerichtet. Von dort sollen die technischen Impulse und Innovationen in die gesamte Branche ausgehen. 

Schon seit 2019 digitale Maschinen

Die Deula in Warendorf hatte schon 2019 hochmoderne Radlader, Bagger und Vermessungstechnik in Aktion vorgestellt. Mit diesen Geräten und deren Digitaltechnik sollten Landschaftsgärtner umgehen lernen – als Teil ihrer überbetrieblichen Ausbildung, aber auch in Fortbildungen für Fachkräfte, die bereits länger in diesen Berufen arbeiten. „Die Resonanz war überwältigend“, erklärt Deula-Geschäftsführer Björn Plaas. „Kein Wunder, denn diese Technologie unterstützt die Betriebe bei der Koordination und der Bearbeitung ihrer Baustellen und hilft den Mitarbeitern, die Arbeitsprozesse auf den Baustellen noch effektiver zu gestalten. Die Auftragslage der Branche ist seit Jahren sehr gut, der Innovationsdruck immens.“ 

Zitate

„Die Anschaffung von zeitgemäßer Technologie als lebensgroßem Lehrmaterial und die realistische Abbildung des Berufs in allen Fachbereichen hat die Deula zu dem maßgeblichen Bildungszentrum der ,grünen Berufe‘ gemacht. Die Investition wird sich schnell auszahlen.“

Karl Werring, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW

„Die grüne Branche ist ein Wirtschaftsfeld mit enormem Innovationspotenzial, deren überwiegend mittelständische Betriebe seit Jahrzehnten konsequent in Aus- und Weiterbildung investieren. Darum ist es umso wichtiger, dass die Ausbildung auf der Höhe der Zeit stattfindet. Und die Digitalisierung ist in den unterschiedlichen Ausprägungen schon in der Branche angekommen. In entsprechende Ausbildung zu investieren, ist nur folgerichtig.“ 

Dr. Heinrich Bottermann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

Doch schon bald wurde Plaas und seinem Stellvertreter, Rudolf Horstmann, klar, dass der „digitale“ Maschinenpark erweitert werden musste. Mit einer Förderzusage des Landes über bis zu 70 500 Euro, aber auch erheblichen Eigenmitteln wurde in die zukunftsfähige Technologie investiert – in neue Maschinen mit digitaler Steuerung, aber auch in die technische Aufrüstung vorhandener Bagger. „Auch die spezielle Branchensoftware bringt uns weiter“, so Rudolf Horstmann: „Wir haben sowohl unseren Fachbereich GaLaBau als auch unser Fachzentrum Land- und Baumaschinenmechatronik so strukturiert, dass sie im Prinzip wie richtige, moderne Unternehmen der Branche funktionieren. Von der Angebotserstellung über die Projektierung, die Baustellenabwicklung bis zum Aufmaß können unsere Auszubildenden hier alles realitätsnah lernen und erleben.“ 

Deula-Motto: Lernen und Erleben

Damit folge die Deula ihrem Motto „Lernen und Erleben“. Auch moderne Vermessungstechnik kommt jetzt zum Einsatz. Und für den Unterricht investierte die Deula in Tablets, große, unterrichtstaugliche Smart-TVs, leistungsstärkere Personal-Computer und in VR-Brillen, mit denen die Landschaftsgärtner der Zukunft demnächst die optische Wirkung ihrer Planungen dreidimensional erlebbar machen können.

Warendorf (gl). Die Deula sattelt zwar auf dem vorhandenen Equipment auf, dennoch beträgt die Gesamtinvestitionssumme für die Digitalisierung mehr als 150 000 Euro. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz sieht in den bewilligten Fördermitteln gut angelegtes Geld. Die Deula-Lehrer haben schon passende didaktische Konzepte für die neue Maschinen- und die Digitaltechnik ausgearbeitet. Und auch die ersten Landschaftsgärtner warten bereits auf die eigens auf die neue Technologie maßgeschneiderten Seminare: Bereits Ende August und Anfang September bietet die Deula in Warendorf drei neue fünftägige Kurse zur „digitalen Baustelle“ in der überbetrieblichen Ausbildung an. In neuen Fortbildungsmodulen Ende September und Anfang Oktober können sich dann erstmals Maschinenführer im Garten- und Landschaftsbau auf den digital gesteuerten E

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