Devise: Je bunter, desto besser



Neubeckum (himm) - Sich in Geduld zu üben, hat sich gelohnt. Das Integrationsprojekt „Interkultureller Garten in Neubeckum“ nimmt Fahrt auf. Denn ein Grundstück zur Realisierung der Idee steht nun zwischen dem Aldi-Markt an der Vellerner Straße und dem Seniorenzentrum St. Anna am Lupinenweg bereit.

Erfolgreiche Gespräche mit den Nachbarn führte Herbert Essmeier vom Fachbereich Jugend und Soziales der Stadt Beckum, der die Aktion auch weiter begleitet. Die größeren Hürden wurden somit genommen, nachdem ein erster Standort in Neubeckum wegen Widerspruchs aus dem Umfeld nicht realisiert worden war (die „Glocke“ berichtete).

In den kommenden Jahren soll auf dem rund 1200 Quadratmeter großen Areal ein Kleinod entstehen. Ideenvielfalt ist gefragt. Und jeder, der gern in der Erde herumwühlt, kann sich so richtig austoben. Unter der Trägerschaft des Vereins „Anders ackern“, der sich auch gerade um Fördermittel bemüht, wird künftig Obst und Gemüse angebaut und es werden bei Bedarf Kräuter- und Blumenbeete angelegt. Menschen aus aller Herren Länder sollen hier zusammenkommen, einander kennenlernen, sich unterhalten und miteinander arbeiten. „Je bunter, umso besser“, freut sich Julia Stutz, eine der Initiatorinnen, schon auf die gemeinsame Arbeit mit den Flüchtlingen und anderen Hobbygärtnern.

Interessierte am Samstag ab 16 Uhr eingeladen

Am Samstag sind Interessierte eingeladen, ab 16 Uhr die Wiese zu besuchen, um gemeinsam Ideen zu entwickeln, die vom kommenden Frühjahr an umgesetzt werden können. An fünf Tischen mit Übersetzern werden Pläne entstehen, die anschließend allen vorgestellt werden.

Das Areal werde zwar mit einem 1,20 Meter hohen Wildschutzzaun eingefriedet, um die reichlich vorhandenen Tiere fernzuhalten. Die Gartentür stehe jedoch jederzeit offen, betonte Julia Stutz vor Ort im Gespräch mit der „Glocke“.

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