„Die Linke“ will Heimaufsicht stärken



Kreis Warendorf/Ahlen (ak) - Im Bürgerzentrum Ahlen haben die Mitglieder der Partei „Die Linke“ ihre Kandidaten für die Reserveliste und zur Besetzung der Direktwahlkreise zur Kommunalwahl des Kreistags gewählt. Auf Platz eins der Reserveliste steht der bisherige Fraktionsvorsitzende Stefan Schulte.

Die Spitzenkandidaten der Linken für die Kreistagswahl: (v. l.) Knud Vöcking, Sandra Riveiro Vega und Karl Stephan Schulte.

Bei zwei Gegenstimmen sprachen ihm alle Mitglieder das Vertrauen aus. Der 50-jährige Vorhelmer bringt bereits große politische Erfahrungen mit, war bereits vor zehn Jahren am Aufbau der Partei beteiligt, als er seinen Wohnsitz noch in Rheinland-Pfalz hatte. „Nach einigen Querelen sind wir zu einem soliden Verband geworden“, stellte er fest, „heute sprechen wir mit einer Stimme.“ Die Kreistagsfraktion der Partei „Die Linke“ habe sich Respekt erworben und vieles erreicht. Als Beispiele nannte er das Kreisentwicklungsprogramm und die personelle Aufstockung des Kreisjugendamts.

Fortschreibung des Kreisentwicklungsprogramms

In den kommenden fünf Jahren wolle er sich weiter für die Fortschreibung des Kreisentwicklungsplans einsetzen und die Kontrolle über das Jobcenter verstärken. Außerdem kündigte der Spitzenkandidat die beabsichtigte Verschärfung der Heimaufsicht, die Förderung des sozialen Wohnungsbaus sowie den Einsatz für eine Energiegenossenschaft bei der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung an. Auf Platz zwei der Reserveliste wählten die Parteimitglieder einstimmig Sandra Riveiro Vega. Die 31-jährige Ahlenerin mit spanischem Pass ist bereits als sachkundige Bürgerin im Bauausschuss des Kreistags aktiv. Ihr Ziel ist es, die Mitglieder stärker an der Fraktionsarbeit zu beteiligen. „Viele kreative Köpfe können noch mehr verändern“, machte sie deutlich. Platz drei der Reserveliste belegt Knut Vöcking aus Sassenberg, der ebenfalls einstimmig gewählt wurde. Er war schon kurz nach Beginn der laufenden Wahlperiode für Ute Müller in den Kreistag nachgerückt. Vöcking betonte, dass er gerne im Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt und Planung mitarbeiten würde, wenn die Linken so ein Wahlergebnis erreichten, dass sie mit drei anstelle der bisher zwei Plätze in den Kreistag einzögen. Gerechtigkeit, Freiheit und Bürgerrechte seien für die Partei Werte des Sozialismus, die er vertreten möchte.

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