Diskussion um alte Marktplatz-Platanen



Beckum (scl) - Mit den alten Platanen. Mit nur zwei der vier alten Platanen. Oder mit jungem Ersatz für die alten Platanen. Das sind, auf den Punkt gebracht, die wesentlichen Unterschiede der drei Varianten, die das Büro Brandenfels als Entwürfe für die Marktplatzgestaltung präsentiert hat.

Dass Außengastronomie auch künftig auf dem Marktplatz stattfínden soll, ist unstrittig. Offen ist dagegen das Schicksal der alten Platanen im Hintergrund.

 Nach dem zweiten Bürgerworkshop zu diesem Themenkreis hat Planer Gordon Brandenfels die drei Fassungen im Stadtentwicklungsausschuss zur Diskussion gestellt. Gemeinsam ist den Konzepten der Aspekt, dass eine Verschiebung des vorhandenen Püttbrunnens an die Westseite des Marktes sowie die Schaffung eines Wasserspiels in der Platzmitte vorgesehen wird.

Was Holger Osteroth zu Beginn der Sitzung bereits als Einwohner-Frage formuliert hatte, präzisierte Birgit Harrendorf-Vorländer für die SPD-Fraktion: Warum wird keine Variante präsentiert, in der der Brunnen an seinem alten Platz bleibt? Ein entsprechender Entwurf habe schließlich im Bürgerworkshop die größte Zustimmung erfahren. Auch wenn Ralf Bzdok für die Verwaltung darauf hinwies, dass der Brunnen nach ursprünglichen Plänen ohnehin auf der Westseite entstehen sollte, war in Teilen des Ausschusses Unzufriedenheit spürbar. Während für die FWG eine Verschiebung des Pütt-Brunnens prinzipiell akzeptabel erscheint, zweifelte Karl-Heinz Przybylak (FDP) generell den repräsentativen Charakter der Bürger-Workshops an. Jugendliche und junge Erwachsene hätten sich dort jedenfalls nicht sehen lassen. Kai Braunert (Grüne) stimmte zu und schlug vor zu versuchen, junge Leute über ein Online-Forum via Internet zu erreichen. Noch etwas weiter holte Rudolf Grothues (SPD) aus, der den Wunsch seiner Partei ankündigte, die endgültige Entscheidung über den Markt per Bürgerbefragung oder Ratsbürgerentscheid herbeiführen zu lassen.

Intensiv befasste sich der Ausschuss auch mit der Zukunft der alten Platanen. Die Auffassung der Verwaltung, dass diese auf absehbare Zeit gesund und standfest seien, teilten die Kommunalpolitiker nicht ohne Weiteres an. Sie beschlossen einstimmig, einen Gutachter heranzuziehen, der den Zustand der alten Platanen prüfen und überdies die Auswirkungen von deren Verbleib für den geplanten Kanalbau abschätzen soll. Einhellig plädierte der Ausschuss ferner dafür, möglichst bald eine große Schätzung der Gebühren anzustellen, mit denen die Anlieger beim Platzumbau rechnen müssen. Nach einer Präsentation bei der Gewerbeschau soll der Stand der Entwurfsplanung Interessierten am 2. Juli auch auf dem Wochenmarkt präsentiert werden, wie die Verwaltung ankündigte.

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