Dr. Kruse: „Wir kommen nicht mal auf 350 Gäste“


Ahlen - Die Besucherzahl im Freibad könnte doch auf 600 erhöht werden, sagt die FDP. Aber würden dann tatsächlich mehr Menschen schwimmen gehen?

Die FDP hält die Zahl der zulässigen Badbesucher für zu knapp bemessen.

Der Andrang im Freibad ist zurzeit sehr überschaubar. Die Ahlener FDP hat dafür auch eine Erklärung parat: Statt der bislang offiziell propagierten 350 Gäste könnten sich zeitgleich bis zu 600 Besucherinnen und Besucher im Freibad tummeln. Ratsherr Norbert Fleischer tauschte sich ob dessen via E-Mail mit Stadtwerkegeschäftsführer Dr. Alfred Kruse aus und sprach die Erwartung aus, dass die Bäderleitung die aufgrund der in den vergangenen Wochen niedrigen Sieben-Tage-Inzidenz unter zehn mögliche maximale Besucherzahl durch eine entsprechende Mitteilung bewerben würde.

Doch Kruse sprang darauf nicht an, sondern verwies in seiner Antwort darauf, dass das Freibad wetterbedingt nicht einmal die Zahl von 350 erreiche. Ähnliches gilt auch für das Erlbad Drensteinfurt, das besuchsmäßig weit unter seinen Möglichkeiten bleibt.

Im Gespräch mit unserer Zeitung weist Dr. Alfred Kruse auf zwei in der Corona-Pandemie besonders neuralgische Punkte hin: Umkleideräume und Duschen. In diesen Bereichen gelte es, enge Kontakte möglichst zu unterbinden. Deshalb betrübe ihn die derzeit eher verhaltene Frequenz nicht ganz so sehr.

Im Übrigen könnten sich die möglichen höheren Besucherzahlen ohnehin bald erledigt haben. Seit Mittwoch hat der Kreis Warendorf die Zehnergrenze beim Inzidenzwert erneut übersprungen, von Ahlen hoch in den Zwanzigern ganz zu schweigen. Cornelia Helm, Sprecherin der Stadtwerke Hamm, bringt es auf den Punkt: „Die beste Werbung fürs Freibad ist Sonnenschein. Und das mindestens drei Tage hintereinander.“

von Dierk Hartleb

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