Durch Aktion mehr Zoobesucher in Münster



Münster (azi) - Seit der Zoo in Münster mit dem Motto „Zahlen Sie, was sie wollen“ lockt, kommen an einigen Tagen fast achtmal so viele Besucher vorbei wie an vergleichbaren Dezember-Tagen. Das dritte Advents-Wochenende überstieg nach Angaben des Zoos nochmals alle Erwartungen.

Von wegen Winterschlaf: Braunbär Janosch ist auch bei kalten Temperaturen munter und bekommt während der Aktion „Bezahlen Sie, was sie wollen“ im Allwetterzoo Münster viel mehr Besuch als üblich.

Als Experiment am 1. Dezember gestartet, hat sich das Angebot des Zoos bis weit über das Münsterland hinaus herumgesprochen. Die Besucher reisen aus dem Ruhrgebiet und dem Rheinland, aus dem Emsland und den Niederlanden an.

Rekordwerte vor Weihnachten

Waren schon die Zahlen der ersten beiden Dezember-Wochenenden erstaunlich hoch, schlug das dritte trotz Regens alle Rekorde. 5036 zahlende Besucher – Jahreskarten-Inhaber nicht eingerechnet – habe es an einem Wochenende so kurz vor Weihnachten noch nie gegeben, sagt Zoo-Sprecherin Ilona Zühlke. Vor einem Jahr kamen an den Vergleichstagen nur 673 Menschen in den Zoo. Ilona Zühlke hat auch zusammenrechnet, wie viele Gäste während des bisherigen Aktionszeitraumes den Tiergarten besuchten – nämlich 15.200. Anfang bis Mitte Dezember 2011 waren es lediglich 3750.

Die aktuellen Zahlen hat sie auch Dr. Marcus Kunter mitgeteilt, der das Marketingprojekt von der Technischen Hochschule in Aachen aus betreut. „Auch der ist völlig überrascht und hat einen solchen Erfolg noch bei keinem vergleichbaren Projekt erlebt“.

Wenige gönnen sich freien Eintritt

Viele Menschen testen den Allwetterzoo nun bei einem manchmal kurzen Rundgang und zahlen dafür extrem unterschiedliche Eintrittspreise. „Nur wenige nutzen die Gelegenheit aus und gönnen sich freien Eintritt. Ab und zu gibt es auch Besucher, die mehr zahlen, als sie normalerweise müssten“, berichtet Ilona Zühlke. Einen Durchschnittspreis nennt sie nicht – der wird erst nach Abschluss der wissenschaftlich begleiteten Aktion ermittelt, um die Besucher nicht zu beeinflussen.

Klar ist aber, dass der Allwetterzoo sein aktuelles Motto bis zum Ferienende verlängert: Zoobesucher dürfen bis zum 6. Januar noch zahlen, was sie möchten.

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