Ein Zeichen der Schöpfung setzen


Stromberg (alr) - Die Pilgergemeinschaft, die unter dem Motto „Kreuzweg für die Schöpfung“ auf dem Weg von Gorleben nach Garzweiler ist, hat am Mittwoch in Stromberg Station gemacht. Die Pilger möchten auf die Gefährdung der Schöpfung durch anhaltende Umweltzerstörung aufmerksam machen.

Eine Andacht haben die Pilgergruppe, die unter dem Motto „Kreuzweg für die Schöpfung“ von Gorleben nach Garzweiler unterwegs ist und am Mittwoch Station in Stromberg gemacht hat, und Teilnehmende aus Oelde auf dem Burgberg in Stromberg gefeiert. Zum Abschlusslied „Laudato Si“ tanzten die Pilger fröhlich mit. Foto: Rickmann

In Stromberg wurde die Gruppe von der Evangelischen und der Katholischen Kirchengemeinschaft empfangen und ab der sechsten Kreuzwegstation begleitet. 

Pater Davis lobte die Gemeinschaft für ihr Engagement

Mechthild Nienaber und Jürgen Moriße gaben den Teilnehmenden dabei einige Impulse mit auf den Weg. 

Am Burgplatz, auf dem eine Andacht stattfand, wurden die Pilger von Pater Davis begrüßt. Mit Corona-Abstand saßen die Teilnehmenden auf Klappstühlen oder auf der Wiese und nahmen an der Andacht teil. Pater Davis lobte die Gemeinschaft für ihr Engagement und betonte, auch er sei der Meinung, dass man sich für die Bewahrung und den Schutz der Schöpfung einsetzen müsse und vor der Schöpfung Respekt haben solle. Stromberg sei ein Meisterwerk der Schönheit der Schöpfung Gottes, sagte er. 

Hermann Bökamp begleitete Andacht musikalisch

Den Gesang in der Andacht, die Pfarrerin Melanie Erben mit den Teilnehmenden feierte, begleitete Musiker Hermann Bökamp. Auch zwei der Pilger kamen zu Wort. Jonas sagte, seine Motivation, Teil dieser Bewegung zu sein, sei, dass Demonstrationen für die Umwelt oft nicht ernst genommen würden. Er wolle ein Zeichen setzen, wie ernst die Situation wirklich sei. 

Pilgerin Negen Jansen betonte, dass die Idee, das gelbe Kreuz durch das halbe Land zu tragen, zunächst unrealistisch gewirkt habe. Dann hätten sich aber mehrere Pilger zusammengesetzt und begonnen, alles zu planen – bis festgestanden habe, dass man genug Unterstützung von Kirchengemeinden haben werde. Damit sei diese Aktion möglich geworden. 

Christiane Glitscher-Krüger: Mensch trage Verantwortung für die Erde

Die Hälfte des Weges liege nun bereits hinter ihnen, sagte Negen Jansen, und die andere Hälfte werde man mit Hilfe von Kirchengemeinden und den Menschen, auf die man treffe, nun auch noch schaffen. 

Christiane Glitscher-Krüger hielt die Predigt auf dem Burgplatz, las aus der Schöpfungsgeschichte und betonte, diese dürfe nicht so verstanden werden, dass die Menschen über die Welt herrschten und sich endlos an und in ihr bedienen könnten. Vielmehr trage der Mensch die Verantwortung für die Erde. 

Nach einem Abschlusslied war dann Zeit zum Austausch. Zur Übernachtung wurde der Besuchergruppe das Mallinckrodthaus auf dem Burgplatz zur Verfügung gestellt.

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