Emsstadt will attraktiv sein für Wohnmobiltouristen



Mehr und attraktivere Stellplätze für Wohnmobiltouristen haben die Lokalpolitiker fraktionsübergreifend im Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung angeregt.

Zeitgemäße Parkflächen für Wohnmobiltouristen mit entsprechender Infrastruktur fordert die CDU in Rheda-Wiedenbrück. Verbesserungspotential bestünde zum Beispiel auf dem Platz vor dem Wiedenbrücker Hallenbad. Foto: Werneke

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Die Doppelstadt soll attraktiver für Wohnmobiltouristen werden. „Wir brauchen Geschwindigkeit in dem Thema. Es ist schon zigmal aufgerufen worden“, beklagte Uwe Henkenjohann (CDU) in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauen und Stadtentwicklung. Er und seine Fraktionskollegen wünschen sich, dass mehr Fahrt in die Angelegenheit kommt. Die Christdemokraten fordern in ihrem Antrag, dass die Verwaltung prüfen soll, wo in Rheda und Wiedenbrück weitere Angebote für Wohnmobiltouristen geschaffen und wie durch zusätzliche Infrastruktur vorhandene Stellplätze ausgebaut werden könnten. 

Zeitgemäße Stellflächen mit Strom- und Wasseranschluss

Schon vor zwei Jahren habe die CDU einen ähnlichen Antrag gestellt, unterstrich auch Ralf Harz (CDU) während der Sitzung in der Stadthalle und wies darauf hin, dass es beispielsweise weder einen Strom- noch Wasseranschluss am Wiedenbrücker Hallenbad gebe. Eine zeitgemäße Infrastruktur täte der Stadt gut, zumal ein Wohnmobilhersteller vor Ort ansässig sei. Nicht zuletzt, so betont die CDU in ihrem Antrag, boome der Wohnmobiltourismus vor dem Hintergrund der Pandemie. 

Einig waren sich die Ausschussmitglieder darin, dass, wie in der Diskussion von Dr. Andreas Gernhold (Move) vorgeschlagen, die derzeitige Auslastung und der Bedarf untersucht werden sollten. Zudem solle die Verwaltung mit dem Wohnmobilhersteller Westfalia den Austausch pflegen. 

Thema in Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Mobilität überwiesen

Wie Michael Duhme, Leiter des städtischen Fachbereichs Tiefbau, erläuterte, gebe es bereits eine Arbeitsgruppe Wohnmobilplätze, die sich schon mehrere Orte angeschaut habe. Auch Westfalia verfüge über einen Stellplatz an der Franz-Knöbel-Straße. Das Thema Wohnmobiltourismus soll, so die Entscheidung im Gremium, allerdings nun weiter im Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Mobilität beraten werden. 

In der vorhergehenden Diskussion bekräftigte Alwin Wedeler (Bündnisgrüne), dass Wohnmobilstellplätze „Aushängeschilder für die Stadt“ seien. Zustimmung für den CDU-Antrag gab es auch seitens der SPD und FWG. Bezüglich des Werls in Rheda merkte Günter Arlt (FWG) an, dass in den sozialen Medien beispielsweise die Meinung zu finden sei, dass die Stellplatzmöglichkeit für motorisierte Camper zwar billig, aber nicht schön sei. „Duschen und Entsorgung – all das muss heute geboten werden“, unterstrich er.

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