Erfolg im Kampf gegen organisierte Kriminalität


Bielefeld/Detmold (gl) - Ermittlungserfolg für die Kriminalpolizei Bielefeld: Bei Durchsuchungen stellte sie Drogen und Bargeld sicher. Es kam zudem zu Verhaftungen.

Die Polizei Bielefeld und die Staatsanwaltschaft Detmold haben einen Erfolg gegen die organisierte Rauschgiftkriminalität verbucht. Symbolfoto: dpa

In den frühen Morgenstunden am Mittwoch führte eine Ermittlungskommission der Kriminalpolizei Bielefeld Durchsuchungen in zehn Objekten in Detmold, Oerlinghausen (beides Kreis Lippe) und Aerzen (Niedersachsen) durch und nahm sechs Personen fest. Als Beweismittel wurden Drogen und Bargeld sichergestellt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Rauschgift aus Aus- und Inland

Der Einsatz wird von der Staatsanwaltschaft Detmold und der Polizei Bielefeld als Erfolg gegen die organisierte Rauschgiftkriminalität nach Auswertung von „Encrochat“-Daten beurteilt.

Im Fokus der Ermittler steht eine Tätergruppe, die in großem Umfang mit Betäubungsmitteln aller Art Handel treiben soll. Die Ermittlungen werden durch die Staatsanwaltschaft Detmold geführt. Als Köpfe der Gruppierung konnten ein 29-jähriger und ein 38-jähriger Tatverdächtiger ermittelt werden. Das Rauschgift sollen sie sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland beschafft und dann in der Region in Umlauf gebracht oder als Großhändler an Abnehmer in Ostdeutschland weiterverkauft haben. 

Gegen insgesamt fünf Tatverdächtige hatte das Amtsgericht Detmold im Vorfeld der Maßnahmen Untersuchungshaftbefehle erlassen. Diese konnten am Mittwoch  an den Einsatzorten vollstreckt werden. Zudem wurde eine weitere Tatverdächtige vorläufig festgenommen, so Polizei und Staatsanwaltschaft weiter.

Drei verschlossene Koffer sichergestellt

Im Rahmen der Durchsuchungen, bei denen Rauschgiftspürhunde eingesetzt wurden, fanden die Ermittler diverse synthetische Drogen im Grammbereich und mehrere tausend Euro Bargeld. Außerdem wurden drei verschlossene Koffer aufgefunden, die zunächst auf Spuren untersucht werden sollen, bevor sie geöffnet werden. 

Ausgangspunkt der Ermittlungen waren von französischen und niederländischen Ermittlern sichergestellte Chatprotokolle des selbst im Untergrund agierenden Krypto-Handy-Anbieters „Encrochat“. Obwohl „Encrochat“ seine Dienste nach Veröffentlichung der Ermittlungen im Juni 2020 einstellte und seine Kunden aufforderte, die Smartphones zu vernichten, setzte die Lipper Bande den Betäubungsmittelhandel bis zu den heutigen Festnahmen fort.

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