Erfolgreiche Premiere in Ostenfelde



Ostenfelde (hh) - Zwei Jahre hatte Heike Schwartze ausgesetzt. Am Samstag kehrte sie auf die Bühne des Plattdeutschen Theaters Ostenfelde zurück. Im Stück „Dat giww’t doch nich!“ übernahm sie die Hauptrolle und sorgte mit ihren Schauspielkollegen dafür, dass die Premiere ein voller Erfolg wurde.

Die Premiere von „Dat giww‘t doch nich!“ in Ostenfelde ist erfolgreiche gewesen. Das Bild zeigt (v. l.) Elisabeth Wehling, Hans Schwartze, Matthias Puttins, Rudolf Splietker und Michael Horstmann.

 Als Gunthilde Lütke Blombiärg verkörpert Schwartze eine Dorfbewohnerin, die ganz anders als die anderen ist, und das macht sie zur beargwöhnten Außenseiterin in der Dorfgemeinschaft anno 1952. Die Tochter des Autors, Regisseurs und Schauspielkollegen Hans Schwartze brillierte in ihrer Rolle und nahm das Publikum von Beginn für sich ein.

 Als Frau, die sich für alles interessiert, was auf der Welt und darüber hinaus geschieht, stößt sie bei den anderen Dorfbewohnern auf Unverständnis und Neid. Einige sehen in ihr sogar eine Hexe, die mit dem Besen durch die Luft reitet. Trotz aller Gerüchte zeigen die Nachbarn, Bäckermeister Franz Hoffschulte und Schneider Alwis Brockopp, aus unterschiedlichen Gründen Interesse an Gunthildes baufälligem Haus, das sie jedoch unter keinen Umständen verkaufen will. Sie fühlt sich in ihrer „alten Kabache“ zusammen mit zwei Ziegen und einem Schwein wohl und sieht keinen Grund, auf die Offerten einzugehen.

Doch dann ändert sie über Nacht überraschend ihre Meinung. War es ein Traum, der sie umgestimmt hat, oder waren es Besucher von einem andern Stern? Auch Hiärm, Therese und Stine, die wenigen Freunde, die zu ihr stehen, haben in der Nacht Sonderbares erfahren. Als dann auch noch unerklärliche Dinge im Dorf geschehen, die mit dem normalen Menschenverstand nicht zu erklären sind, nimmt die Verwirrung ihren Lauf. Erst recht, als auch noch ein zwielichtiger Investor auftaucht. Vera, die Tochter des Schneiders, und natürlich Gunthilde behalten zum Glück den Überblick.

Mehr wird über den Ausgang des Dreiakters aus der Feder von Hans Schwartze nicht verraten. Ihm ist es mit „Dat giww’t doch nich!“ wieder einmal gelungen, ein plattdeutsches Lustspiel der besonderen Art auf die Bühne zu bringen.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Montag in der „Glocke“.

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