Fahrplan für Gesamtschulbildung steht



Warendorf (pw) - Die politischen Weichen sind gestellt, der formale Antrag erstellt – jetzt kann das Verfahren zur Einrichtung einer Gesamtschule anlaufen. Bei einem Gespräch mit dem zuständigen Dezernenten der Bezirksregierung, Dietrich Scholle, hat die Stadt das weitere Vorgehen besprochen.

In die Antragsunterlagen für die Genehmigung der Gesamtschule in Warendorf ließ (v. l.) Bürgermeister Jochen Walter den Dezernenten für Gesamtschulen bei der Bezirksregierung Münster, Dietrich Scholle, blicken. Gertrud Korf, die bereits bei der Erarbeitung eines Konzepts durch die pädagogische Arbeitsgruppe in Warendorf als Beraterin tätig war, sowie Erster Beigeordneter Dr. Martin Thormann sind optimistisch, dass die neue Schulform in Warendorf eine gute Zukunft haben werde.

 „Wir brauchen jetzt Schüler, Lehrer und eine Schulleitung“, umriss Scholle die drei wichtigsten Aspekte, die demnächst zu klären seien. Was das Kollegium angehe, so kommen auch, aber selbstverständlich nicht nur die jetzigen Pädagogen von Haupt- und Realschule in Warendorf für einen Wechsel an die neue Gesamtschule infrage, sondern alle, die Interesse haben: „Gerade im Kreis Warendorf ist mit fünf geplanten Schulneugründungen viel in Bewegung“, sagte Scholle

Schulleitung gesucht

Im Februar werde auch die Schulleitung (Leiter und Stellvertreter) ausgeschrieben, „sodass wir davon ausgehen, zum 1. August 2012 mit einer kompletten Mannschaft starten zu können“. Wie groß das neue Kollegium sein wird, hängt maßgeblich vom Wahlverhalten der Eltern ab. Sechs, vielleicht sogar sieben Eingangsklassen sollen gebildet werden, wie Erster Beigeordneter Dr. Martin Thormann betonte.

Raumfrage geklärt

Die ersten drei Jahrgänge der neuen Gesamtschule werden komplett im jetzigen Gebäude der Hauptschule „Hinter den drei Brücken“ unterrichtet. Die ersten Fünfer-Klassen beziehen im Sommer 2012 den Neubauflügel. Um für den zweiten Jahrgang Platz zu machen, werden die heutigen Hauptschüler nach Ablauf des Schuljahrs 2012 / 13 in das Gebäude der heutigen Von-Galen-Schule übersiedeln und gemeinsam mit den dort verbleibenden Realschülern unter einem Dach unterrichtet. Alle heutigen Haupt- und Realschüler sollen die Möglichkeit haben, ihre Abschlüsse (Klasse 10) in den heutigen Schulformen zu erreichen. 

Drei in einem Gebäude

Ab Sommer 2013 würden am Standort Nord (mit Ganztagsbetreuung) also nur noch Gesamtschüler unterrichtet, ab 2015 würde der erste Jahrgang (dann Klasse 8) in das Schulviertel umziehen, wo zusammen mit den auslaufenden Jahrgängen der Von-Galen-Schule und der Hauptschule praktisch drei Schulformen unter einem Dach untergebracht wären. Die Lehrerkollegien könnten dann durch Teilabordnungen flexibel eingesetzt werden, stellt sich Schuldezernent Dietrich Scholle vor.

Anmeldung Ende Februar

Voraussichtlich Ende Februar beginnt das Anmeldeverfahren. Zuvor sollen bereits die Anmeldungen an der Bischöflichen Realschule, aber auch an der Verbundschule Everswinkel und mutmaßlich auch der Sekundarschule Sassenberg / Beelen abgefragt sein, damit die Situation für die Eltern übersichtlicher wird.

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