Feuerwerk: Bürgermeister in Schusslinie



Warendorf (pw) -Eine Bewohnerin der Innenstadt, eine der beiden Antragsteller, ist empört darüber, dass der Bürgermeister das schon von der Gesetzeslage her (Sprengstoffgesetz) verbotene Abbrennen von Feuerwerkskörpern in einer historischen Warendorfer Altstadt zu Silvester nicht durchgesetzt hat.

Dass trotz eines gesetzlichen Verbots in der Warendorfer Altsdtadt zu Silvester Feuerwerk gezündet worden ist, kreiden Gegner der Böllerei auch dem Bürgermeister an. Er hatte auf Kontrollen und Sanktionen verzichtet.

 Das neue Jahr ist erst drei Tage alt, da holt ein Thema aus 2013 Bürgermeister Jochen Walter schon wieder ein: Während sich zahlreiche Nutzer von Internet-Foren noch wort- und phrasenreich darüber streiten, wie sinnvoll der vom Stadtoberhaupt ausgesprochene Appell gewesen sei, sich beim Silvesterfeuerwerk zu mäßigen und darauf in der historischen Altstadt ganz zu verzichten, wird auf der Seite der Antragsteller für ein generelles Verbot schweres Geschütz aufgefahren.

Zumindest auf dem Marktplatz sei wieder exzessiv geböllert worden, und es spreche nicht gerade für die „Führungsstärke“ eines Bürgermeisters, wenn dieser bewusst auf Kontrollen und Sanktionen gegen die Rechtsbrecher verzichte. Die Kritikerin hat gleich am 2. Januar beim Bürgermeister angerufen und einen Gesprächstermin vereinbart. Dabei will sie für Silvester 2014 auf ein härteres Durchgreifen drängen.

Das Schadensfeuer in der Neujahrsnacht in Bielefeld, wo eine Feuerwerksrakete das Flachdach eines Mehrfamilienhauses in Brand gesetzt hatte (Schaden 500 000 Euro) sieht die Kritikerin als Bestätigung, dass so etwas in der eng bebauten Warendorfer Altstadt auch passieren könnte – mit verheerenden Folgen für die historische Bausubstanz oder gar für Leib und Leben der Bewohner.

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