Frank Woelfer gewinnt vier Rock-Pop-Preise



Gütersloh (dop) - In vier von insgesamt 124 Kategorien nominiert und gleich drei erste und einen dritten Platz gemacht: Die 32. Verleihung des Deutschen Rock- und Pop-Preises in Siegen ist für den Gütersloher Gitarristen und Komponisten Frank Woelfer zu einem vorzeitigen Weihnachtsfest geworden.

Frank Woelfer, Musik- und Mathematikerlehrer von Beruf, Gitarrist und Komponist aus Berufung, hat sich beim 32. Wettbewerb um den Deutschen Rock- und Pop-Preis gleich drei erste und einen dritten Platz sichern können.

 Er wurde sowohl als bester Instrumentalsolist als auch als bester Gitarrist geehrt. Und sein aktuelles Album „The Human Factor“ wurde als bestes „Jazz-Rock-Album 2014“ ausgezeichnet. In der Kategorie „Bestes Instrumental-Album“ kam es auf Platz drei.

„Ich bin noch immer total geflasht“, gesteht Woelfer. Die Preise geben dem Gütersloher Rückenwind, sich noch intensiver seiner Musik zu widmen. Der 48-Jährige ist gelernter Tischler, über den zweiten Bildungsweg Musik- und Mathematiklehrer geworden und unterrichtet heute an der Grundschule Neißeweg. „Und das ausgesprochen gern.“

Von Kindesbeinen an spielte er Gitarre – „ganz klassisch erlernt an der Kreismusikschule und später beim Musikwissenschafts-Studium in Detmold vertieft.“ Dort lernte Woelfer, der seit 2006 Gitarrist und Texter ist bei der Rock-Pop-Gruppe „Univerve“ (Support für Kultbands wie Manfred Mann oder Saga), auch Neuntöner kennen. Der Kontakt zu ihnen animierte ihn, innovativer mit seinen Kompositionen und Klängen zu experimentieren. „Ich möchte weg von jedwedem Schubladendenken.“ 2012 brachte er mit „Unification“ sein erstes Soloalbum heraus, das ebenfalls mit dem Deutschen Rock- und Pop-Preis ausgezeichnet wurde. Seine aktuellen Aufnahmen auf „The Human Factor“ offenbaren seine konsequenten Weiterführungen hin zu einem eigenständigen Klangkosmos.

Über einem breit angelegten Jazz-Rock- und Fusion-Teppich lässt Woelfer mit wohl überlegtem Gitarrenspiel den Sound der Jetztzeit aufsteigen: Unter die treibenden Grooves mischt er Elemente aus der Electronic- und der Minimal-Music zu einer polyrhythmischen, mitunter atonalen Großstadtsinfonie. Manchmal scheint die sich – von ätherischen Syntheziser-Tönen getragen – zum globalen Klang auszudehnen. Dann wieder wirkt sie dank melancholischer Blues-Einflüsse seltsam zurückgenommen und sehr intim.

Frank Woelfer vertraut auf seine eigenwillige Tonsprache. „Wer sich im Musikgeschäft behaupten will, muss Eigenständiges und Innovatives liefern können. Dann findet sich auch ein Publikum.“ Am liebsten sind ihm Zuhörer, die ihm mit jener Offenheit begegnen, wie sie seine Schüler an den Tag legen, wenn er ihnen Miles Davis oder Strawinsky vorspielt. Zweifellos liebt Woelfer beides: den Schulunterricht und die Bühne. Vorstellen wird er sich und sein neues Album aber vorerst nur außerhalb von Gütersloh. Bislang sind Auftritte in Osnabrück, Bremen, Oldenburg, und Emden gebucht.

www.frankwoelfer.de

Weitere Informationen lesen Sie in der Gütersloher  „Glocke“ vom 20./21. Dezember

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