Freiwilliger Helfer im olympischen Dorf



Freckenhorst (bjo) - Am Donnerstag ist der 29-jährige Freckenhorster Philipp Pawlowski zu den Olympischen Sommerspielen nach London aufgebrochen. Um Medaillen wird er dort nicht kämpfen, die Spiele aber dennoch aktiv mitgestalten - als Volunteer im olympischen Dorf.

Für den Freckenhorster ist das bereits der dritte Einsatz als freiwilliger Helfer: Er war bei der U-20-Frauen-WM 2010 in Bochum ebenso im Einsatz wie beim Finale der Frauen-Fußball-WM 2011 in Frankfurt.

 „Ohne euch würden die Spiele nicht funktionieren“, hatte der britische Dreispringer und Olympiasieger bei den Spielen 2000 in Sydney, Jonathan Edwards, die Volunteers bei einem ersten Vorbereitungstreffen im Februar im Wembleystadion auf ihre Aufgabe eingeschworen. Keine Frage: Insgesamt werden in London 70 000 Volunteers im Einsatz sein. „250 000 Bewerbungen hatte das Organisationskomitee bekommen“, weiß Pawlowski. „Schön, dass ich dabei sein kann.“

 Bevor er die Zusage bekam, musste der Freckenhorster zunächst einen Fragebogen ausfüllen und dann ein halbstündiges Telefoninterview in englischer Sprache führen. „Ich hätte auch nach London fliegen können“, blickt Pawlowski zurück. In der ersten Phase sei aber das telefonische Interview praktischer und natürlich auch kostengünstiger gewesen.

Geld nämlich bekommen die Volunteers nicht für ihren Einsatz bei den Olympischen Spielen. Lediglich die Uniform, Verpflegung und Fahrkarten für die U-Bahn werden gestellt. Reisekosten und auch die Aufwendungen für die Unterkunft sind Privatsache. „Mehr als 1000 Euro wird mich die Sache wohl kosten“, schätzt der Freckenhorster. Eintrittskarten für Wettkämpfe sind darin noch nicht enthalten. „Ich werde vor Ort schauen, ob noch Karten zu bekommen sind“, sagt Pawlowski. Auf jeden Fall hat er sich vorgenommen, den Marathon, der quer durch die Londoner Innenstadt führen wird, zu besuchen.

In der britischen Hauptstadt kennt sich der Freckenhorster jetzt schon ein wenig aus: Zweimal, im Februar und im April, war er zu einem Vorbereitungs-Wochenende zu Gast in London. „Die Vorfreude auf die Spiele war da schon zu spüren“, sagt Pawlowski. Diese Freude ist auch der Grund, warum er sich zum dritten Mal als Volunteer engagiert: „Man lernt viele Leute aus aller Welt kennen und hat viel Spaß.“

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