Friedrich-Ebert-Straße wird Baustelle



Gütersloh (din) - Die nächste Straßenbaustelle am Rand der Innenstadt zeichnet sich ab. Die Decke der Friedrich-Ebert-Straße soll im Frühjahr auf dem Abschnitt zwischen Eickhoff- und Kaiserstraße saniert werden. Mit Sperrungen ist zu rechnen.

Eine neue Decke soll die Friedrich-Ebert-Straße zwischen Kaiser- und Eickhoffstraße bekommen.

Damit die Stadt in den Genuss von Fördermitteln des Landes kommt, muss die Baumaßnahme im ersten Quartal nächsten Jahres starten. So steht es in einer Beschlussvorlage für die Sitzung des neuen Ausschusses für Planung, Bauen und Immobilien (15. Dezember). Danach hat die Stadt außerdem den Stadtring Sundern, den Stadtring Nordhorn und die Eggestraße für das Förderprogramm des Landes angemeldet.

„Die Friedrich-Ebert-Straße hat die höchste Priorität, da hier besonderer Handlungsbedarf besteht. Grund sind die Unebenheiten und Verdrückungen auf der Fahrbahn, die gutachterlich nachgewiesene Erschütterungen bei den Gebäuden Kaiserquartier und der Volksbank durch den Lastwagenverkehr verursachen“, heißt es in der von der Beigeordneten Nina Herrling unterzeichneten Vorlage. Mitarbeiter und Besucher der Volksbank wissen um die hammerartigen Schläge, die der Verkehr dort verursacht. Beide Fahrtrichtungen zwischen den Einmündungen Kaiser- und Eickhoffstraße seien betroffen, heißt es. Insgesamt müssten 6200 Quadratmeter erneuert werden.

Die Kosten veranschlagt die Stadt mit rund 650 000 Euro. Je Fahrbahnseite rechnet der Fachbereich Tiefbau laut Stadtsprecherin Annette Blumenstein nach heutigem Kenntnisstand mit einer Hauptbauzeit und Sperrung zwischen ein und zwei Wochen, insgesamt also mit zwei bis vier Wochen. „Die Bauzeit hängt unter anderem davon ab, wie problemlos und schnell die Fräsarbeiten laufen, was im Vorfeld leider nicht gesagt werden kann.“

Das Sonderprogramm Erhaltungsinvestitionen kommunaler Straße und Radwege gehört zum Investitionspaket, das das Land im Juli zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie in den Kommunen beschlossen hat. Insgesamt umfasst es 50 Millionen Euro. Bei der Erneuerung der Fahrbahndecken beträgt der Fördersatz bis zu 85 Prozent der Kosten. Allerdings liegen schon so viele Förderanträge vor, dass die Stadt nach Auskunft der Bezirksregierung mit einem maximalen Zuschuss von 193 000 Euro rechnen kann. Damit könnten nach Rechnung der Verwaltung gut 29,7 Prozent der Kosten für die Friedrich-Ebert-Straße gedeckt werden.

Voraussetzung für eine Förderung ist laut Vorlage, dass die Maßnahme 2021 abgeschlossen und die Auszahlungsanträge für die Fördergelder bis zum 1. Oktober bei der Bezirksregierung gestellt werden. Die Maßnahme müsse als bis dahin „fertiggestellt und schlussabgerechnet sein“. Um diesen Termin halten zu können, müsse im ersten Quartal mit den Arbeiten begonnen werden.

Eine weitere Hürde: Die städtischen Mittel müssen im Haushalt für 2021 veranschlagt werden. Der ist noch nicht eingebracht und wird wohl wegen der Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie und der Kommunalwahl erst im April nächsten Jahres verabschiedet werden. Damit die Baumaßnahme Anfang nächsten Jahres ausgeschrieben werden kann, soll über eine sogenannte außerplanmäßige Verpflichtungsermächtigung zum Haushalt 2020 das Geld bereitgestellt werden.

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