Frisbee-Sport nun auch in Warendorf



Warendorf (sbr) - Warendorf genießt der Stadt des Sports. In Kürze wird die Angebotspalette um einen Trend erweitert. Darum handelt es sich beim Frisbeesport. Dank der Kooperation zwischen der Warendorfer SU und dem Frisbeesport-Landesverband NRW kommt er – zunächst für drei Monate – an die Ems.

Ab dem 14. April werden im Emsseepark immer dienstags ab 17.30 Uhr unter Anleitung eines professionellen Trainers 90-minütige Einheiten abgehalten, die die Möglichkeit bieten, die Sportart auszuprobieren. Das Angebot richtet sich an alle Interessierten ab einem Alter von zwölf Jahren.

„Man kann einfach kommen, es anschauen und überlegen, ob man an dem dreimonatigen Programm teilnehmen möchte“, erläutert WSU-Präsident Ralf Sawukaytis. Der Kostenbeitrag liegt für Jugendliche bei 20 Euro, für Erwachsene bei 25 Euro.

Man kennt den Frisbeesport vom lockeren Spielchen im Garten oder am Strand. Weniger bekannt dürfte sein, dass er in verschiedenen Disziplinen ausgeübt wird. Ob Freestyle, Discgolf oder Ultimate – es gibt diverse Varianten. Um letztere geht es bei dem Angebot. Hierbei treten zwei Mannschaften à sieben Spieler auf einem Feld, so lang und halb so breit wie beim Fußball, gegeneinander an. Ziel des Sports, den Studenten der Columbia High School in New Jersey im Jahr 1968 vorgestellt haben, ist es, die Scheibe in der gegnerischen Endzone zu fangen. Im Gegensatz zum American Football gibt es aber keinen Körperkontakt.

Denn, wie Martin Reckmann, Jugendvorstand des Deutschen Frisbeesport-Verbands, erklärt, ist der sogenannte „Spirit of the Game“ die wichtigste Regel beim Ultimate. Er bezeichnet die Übertragung der Verantwortung des Fair Plays auf jeden Spieler. Es wird darauf vertraut, dass niemand absichtlich die Regeln verletzt. Schiedsrichter gibt es nicht. Reckmann betont ferner, dass das Angebot offen für alle und einzig Sportkleidung erwünscht sei.

Als Trainer konnte Tim Tuschen gewonnen werden. Der 17-jährige Münsteraner ist Nationalspieler und war mit Deutschland Europameister. „Wir sind sicher, dass er diesen Sport gut vermitteln kann“, sagt Reckmann. Geht es nach Ralf Sawukaytis, bleibt es nicht bei der einmaligen Kooperation. „Wir könnten uns gut vorstellen, einmal eine Frisbee-Gruppe oder Abteilung in der WSU zu etablieren. Das wäre das Ziel.“ Anmelden kann man sich per E-Mail (warendorf@frisbee-nrw.de).

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