Füchtorf feiert Jubiläum mit Festakt


Füchtorf (jor) - Mit 250 geladenen Gästen und 40 Musikern feierte der Musikverein Füchtorf sein 125-jähriges bestehen in der Sporthalle. Dafür wurde das noch neue Gebäude kurzerhand umfunktioniert und feierte, wie Bürgermeister Josef Uphoff feststellte, damit die Premiere als Festhalle.

Pastoralreferent Johannes Lohre hielt den Gottesdienst, der den Auftakt zum Festakt anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Musikvereins Füchtorf bildete. Foto: Rieder

Den ersten Teil des Festes bildete ein von Pastoralreferent Johannes Lore gehaltener Gottesdienst, der mit dem musikalischen Beitrag des Musikvereins „Großer Gott wir loben dich“ begann. 

Niemerg blickt auf Vereinsgeschichte zurück

Nach einer kurzen Umbaupause marschierten die Musiker in kleinen Gruppen ein. Der Vereinszweck sei „die Pflege der instrumentalen Musik zur Verherrlichung des Gottesdienstes, zur Erhebung allgemeiner Festlichkeiten und zum eigenen Vergnügen“, zitierte Franziska Rüter, die gemeinsam mit Sandra Niemerg kurzweilig durch die umfangreiche, spannende und oft durchaus amüsante Vereinsgeschichte führte, aus der Satzung. 

Die Zuhörer erfuhren nicht nur, dass der vermutlich erste Auftritt 1898 mit 30 Mark honoriert wurde. Sie hörten auch, dass manches Honorar aus „1 LS“ bestand, was Sandra Niemerg mit „1 Liter Schluck“ übersetzte.

Musiker sind fest im Ort verankert

Oft war zustimmendes Kopfnicken zu erkennen, beispielsweise bei den Schilderungen über die enge Verbundenheit des Musikvereins mit der Freiwilligen Feuerwehr, der Kameradschaft der Soldaten, dem Bürgerschützenverein – eigentlich mit dem gesamten Ort. 

Die Familie von Korff auf Harkotten nimmt dabei eine besondere Stellung ein, denn ihre stetige Unterstützung eröffnete dem Musikverein zahlreiche Möglichkeiten und half aus mancher Misslichkeit. 

Freunde, Förderer und Mitglieder werden geehrt

Für diese Verbundenheit wurde Baron Ferdinand von Korff als Ehrenmitglied ausgezeichnet. Genauso wie Josef Lienker für seine 55-jährige Vereinszugehörigkeit. Auch Willi Jansen wurde diese Ehre zuteil.

Zehn Jahre sind Marina Terwort, Sasko Baune, Robin Düpmeier und Felix Kleine Wächter dabei. Die silberne Anstecknadel des Volksmusikerbundes NRW erhielten Nadine Elfenkämper, Susanne Finnemeier, Matthias Viesang, Michael Pohlschmidt und Ludger Wöstmann für mehr als 25 Jahre Mitgliedschaft. Über die goldene Ehrennadel freute sich Norbert Rüter für 40-jährige Zugehörigkeit.

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