Gesucht: Kunst für Auktion in Warendorf



Warendorf (naf) - Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten: So soll es am 25. März im Schmeddinghoff-Haus erklingen. Dann findet eine Kunstauktion zugunsten der Stiftung „Bürger für Warendorf“ und für ein Hilfsprojekt in Afrika statt. Damit der Hammer fallen kann, sind jetzt die Warendorfer gefragt.

Unter dem Motto „Kunst und Kurioses gehen stiften“ veranstaltet das Schmeddinghoff-Haus gemeinsam mit dem Stadtmarketing diese Aktion. Die Idee: Warendorfer rangieren Kunstobjekte und Kurioses aus und stellen sie dem Schmeddinghoff-Haus für die Versteigerung zur Verfügung. Der Erlös soll dann gespendet werden. Das Prinzip erklärten am Freitag die Organisatoren.

Die Projekt-Idee sei in der Kunstsprechstunde entstanden, die seit Jahren im Schmeddinghoff-Haus stattfindet, wie Hausherr Dieter Rüschenbeck erklärt. Viele, die das kostenlose Angebot nutzten, hatten gefragt, ob es eine Möglichkeit gebe, Objekte zu verschenken oder zu spenden. Mit der Stiftung „Bürger für Warendorf“ war ein passender Partner für die Aktion gefunden.

„Das läuft wie bei einer richtigen Auktion ab“, erklärt Dr. Silke Köhn, Kunstsachverständige und Beraterin der Kunstsprechstunde, das Prinzip für den 25. März Für die Objekte werden Mindestgebote festgelegt, ein in der Branche bekannter Auktionator, David Hessels aus Soest, führt die Veranstaltung durch. Alle Objekte werden fotografiert und katalogisiert, so dass sie vor der Auktion im Internet angesehen werden können. Ferner gibt es drei Tage vor der Veranstaltung vor Ort dazu Gelegenheit.

Erste Objekte gibt es schon. Kunsthistorikerin Dr. Silke Köhn konnte Ölgemälde von dem Opernsänger Franz Ferdinand Nentwig gewinnen, der sich Karriere der Kunst widmete, „Er sang unter anderem mit Weltklassedirigenten Herbert von Karajan, Christoph von Dohnányi und James Levine“, schwärmt die Dr. Köhn. Sein Harmoniegefühl für die Musik spiegele sich auch in seinen Malereien wider.

André Auer: „Es darf auch lustig sein“

Aber nicht nur nach Kunstobjekten suchen die Veranstalter. „Es darf auch lustig werden“, verweist André Auer auf den Zusatz „Kurioses“ im Motto-Titel und bekennt: „Ich suche schon seit Jahren nach einem Mickey-Mouse-Telefon“.

Außer der Stiftung „Bürger für Warendorf“ profitieren auch Waisenkinder in Awassa (Äthiopien) von der Versteigerung. Ihnen soll eine berufliche Perspektive ermöglicht werden (www.kinderdorf-awassa.de). Dr. Köhn, die sich für das Projekt engagiert und es kennt, garantiert, das Spenden dort auch ankommen (97 Prozent).

Die Teilnahmebedingungen lesen Sie in der „Glocke“-Samstagsausgabe.

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