Gewerbeverein sagt City-Fest ab



Herzebrock-Clarholz (ds) - In diesem Jahr gibt es in Herzebrock kein City-Fest. Während der Christinen-Kirmes vom 14. bis 16. September wird kein Festzelt aufgebaut und kein Oktoberfest steigen. Die Geschäfte bleiben am Sonntag geschlossen. Die Kirmes wird aber wie gehabt über die Bühne gehen.

Cityfest

 Die Gründe für die Absage durch den geschäftsführenden Vorstand des Herzebrock-Clarholzer Gewerbevereins, der als Organisator und Veranstalter des City-Fests fungiert, sind vielschichtig. Der Vorsitzende des Gewerbevereins, Ralf Rickel, fasst die Lage so zusammen: „Wir haben den Punkt erreicht, wo man die Notbremse ziehen muss.“

Dazu geführt haben nach seiner Aussage mehrere Aspekte: Als Hauptorganisator fällt Heinrich Westphal aufgrund einer Erkrankung aus. Der Verlust dieser Hauptstütze könne nicht kompensiert werden, sagt Ralf Rickel. Ein weiterer wichtiger Helfer sei aus beruflichen Gründen verzogen und stehe somit nicht mehr in dem Maß wie in den Vorjahren zur Verfügung. Zudem habe die Resonanz nachgelassen. „Für einige war es ein Zuschussgeschäft“, erläutert der Vorsitzende des Gewerbevereins. Und wie in anderen Kommunen sei auch in Herzebrock die Zahl der Einzelhändler eher rückläufig.

Vor der Entscheidung, das City-Fest in diesem Jahr abzusagen, seien durchaus Überlegungen in verschiedene Richtungen angestellt worden, sagte Rickel weiter. Eine gute Idee für eine weitere Auflage habe sich dabei nicht gefunden und so sei die Entscheidung gefallen.

„Das ist keine grundsätzliche Absage an das Fest“, betont Ralf Rickel. Vielmehr gehe es jetzt darum, die Konzeption zu überarbeiten. Denn in der gewohnten Art und Weise funktioniere die Veranstaltung eben nicht mehr. Ob und wie das City-Fest weiter stattfinden kann, wird also in den nächsten Monaten untersucht und besprochen.

Im Jahr 2004 wurden Christinen-Kirmes und City-Fest erstmals im Ortskern zusammengelegt. Ein Versuch, der sich in den Folgejahren bewährte. Ein buntes Rahmenprogramm mit Live-Musik, Bühnenshows, verschiedenen Attraktionen und verkaufsoffenen Geschäften am Sonntag waren wichtige Bausteine des Fests. „Das war ein rundlaufender Kreis“, findet Schausteller Carsten Lönne, der die Christinen-Kirmes nach Vergabe durch die Gemeinde organisiert. Er bedauert den Wegfall des City-Fests. „Die Kirmes findet definitiv statt“, unterstreicht der Samtholzer und will jeder Unsicherheit vorbeugen. Vom 14. bis 16. September steigt somit in den Herzebrocker Straßen die Kirmes. Mit dem gewohnten Ablauf, aber ohne City-Fest.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.