Glasfaserausbau gerät ins Stocken


Beckum (gl) - Schnelles Internet auch außerhalb geschlossener Ortslagen: Das verheißt das millionenschwere Förderprogramm, mit dessen Hilfe der Ausbau des Glasfasernetzes in der Fläche vorangetrieben wird. In Beckum kommt das Projekt jetzt allerdings ins Stocken.

Nicht so schnell wie erhofft geht der Ausbau des Glasfasernetzes im Beckumer Außenbereich voran.

Das geht aus einer Pressemitteilung der Deutschen Glasfaser hervor.

Die Planungsphase für den Ausbau des Glasfasernetzes in den geförderten Bereichen von Beckum ist beendet. Förderfähig sind alle Gebiete im Außenbereich des Kreises Warendorf, deren aktuelle Versorgung unter 30 Mbit/s im Download liegt und in denen kein eigenwirtschaftlicher Ausbau mit mindestens 30 Mbit/s geplant ist.

Im Mai sollte es eigentlich los gehen

Das Unternehmen Deutsche Glasfaser hat laut Pressemitteilung die Bewohner aus den geförderten Bereichen von Beckum nach eigenen Angaben bereits im Mai informiert, dass die Bauarbeiten in Kürze beginnen werden. 

Grund dafür, dass aktuell die Maschinen des Baupartners Con-E noch nicht rollen, sind nach Angaben von Deutsche Glasfaser Lieferschwierigkeiten der benötigten Materialien. Aufgrund der Pandemie habe es sowohl bei der Produktion, als auch bei der Auslieferung der Materialien erhebliche Verzögerungen gegeben. 

Bedarf in der Pandemie gleich geblieben

Da der Bedarf auch während der Pandemie gleichgeblieben ist, werden nun die Auswirkungen spürbar. „Sobald die Materialien eintreffen, kann der Glasfaserausbau beginnen, da alle weiteren Maßnahmen vorbereitet sind“, sichert Deutsche Glasfaser zu. Die Bewohner der Fördergebiete würden weiter auf dem Laufenden gehalten und um Verständnis gebeten. 

Vor Beginn der Bauarbeiten in einer Straße werden die Anlieger so früh wie möglich mit einer entsprechenden Information im Briefkasten über den Termin informiert, verspricht das Unternehmen. Im Fachbereich Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung war gestern von der Verzögerung noch nichts bekannt. 

Mehr Anbieter drängen auf den Markt

Auf Nachfrage der „Glocke“ berichtete Johannes Waldmüller, dass sich auch außerhalb der Fördergebiets einiges in puncto Glasfaserausbau tue. Mittlerweile mehrten sich die Anträge von Kommunikationsunternehmen, die am Aufbau von Glasfasernetzen interessiert seien. Waldmüller kündigte an, dass die Verwaltung die zuständigen politischen Gremien nach der Sommerpause über die Entwicklung und den aktuellen Stand in diesem Bereich informieren werde.

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