Haldenkreuzweg: Förderverein braucht Geduld



Ahlen (wf) -  Der Förderverein Ahlener Haldenkreuz ist mit seinen Bemühungen, auf der Osthalde einen künstlerisch gestalten Kreuzweg anzulegen, immer noch nicht weitergekommen. Trotz prominenter Unterstützer ist in der Angelegenheit keine Bewegung erkennbar. 

Schulterschluss der christlichen Gemeinden in Ahlen. Einen Haldenkreuzweg wünschen sich (v. l.): Jürgen Stemmer, Dr. Petra Gosda, Volkmar Schuster, Ursula Erdmann, Jeshu Jakob, Dr. Ludger Kaulig, Simeon und Ekatharina Sougaris, Martina Jotzeit und Horst Schulte

Um die Unterstützung aller Ahlener christlichen Kirchengemeinden zu dokumentieren, hatte der Vorstand des Fördervereins mit Martina Jotzeit an der Spitze am Donnerstagabend zu einem Pressegespräch in den Barthelhof eingeladen. Neben dem leitenden katholischen Pfarrer von St. Bartholomäus, Dr. Ludger Kaulig, nahmen auch Dr. Petra Gosda für die Evangelische Kirchengemeinde, Jeshu Jakob, der Vorsitzende der Syrisch-orthodoxen Kirchengemeinde St. Georg, Simeon und Ekatharina Sougaris von der Griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde sowie Pastor Volkmar Schuster von der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde teil. Der Förderverein findet in diesem Kreis breite Unterstützung für sein Vorhaben, den Kreuzweg mit 14 Cortenstahl-Stelen in Form von Kunstobjekten von Pater Abraham Fischer aus der Klosterschmiede der Abtei Königsmünster in Meschede auszustatten.

Die Vertreter der Kirchengemeinden unterstützen den Wunsch, die 14 Stelen aufzustellen und brachten das auch am Donnerstagabend zum Ausdruck. Erst vor kurzem hatte Bürgermeister Dr. Alexander Berger im Rahmen der Zukunftskonferenz Stadtteil Süd/Ost die Bedeutung der Halde mit den Worten: „Die Halde beflügelt und regt an“, hervorgehoben.

Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Henning Rehbaum hatte zusammen mit Stadtbaurat Andreas Mentz schon vor einiger Zeit versucht, in einem Gespräch bei der RAG Montan Immobilien, der Eigentümerin der Halde, eine Erlaubnis für das Aufstellen der Stelen zu erreichen. Bisher ohne Erfolg, weil die RAG Montan Immobilien-Gesellschaft die Osthalde am liebsten der Stadt Ahlen verkaufen würde. Wie Henning Rehbaum im Gespräch mit dem „AT“ jetzt erklärte, will er noch einmal einen Anlauf bei Helmut Linssen, dem Vorsitzenden der RAG-Stiftung, unternehmen. „Der Termin ist geplant und wir sollten das noch einmal abwarten“, so Rehbaum zu seinen aktuellen Bemühungen.

Für den Förderverein bedeutet dies, sich zu gedulden und in Ruhe abzuwarten sowie für jeden weiteren geplanten Kreuzweg und künftige Passionsspiele jeweils einen befristeten Gestattungsvertrag bei RAG Montan Immobilien zu beantragen.

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