Harsewinkel trauert um Erika Claas



Harsewinkel (jau) - Zupackend, engagiert, herzlich, bodenständig und weltoffen – so beschreiben  Weggefährten Erika Claas. Sie ist am Montag im Alter von 78 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. Die Ehefrau des Unternehmers Helmut Claas wird  im Familienkreis zu Grabe getragen.

Die Claas-Gesellschafterin war vor allem für ihr soziales Engagement bekannt. Unter anderem dafür wurde sie hochgeschätzt. Ihr war es immer eine Herzensangelegenheit, Menschen in Not zu helfen und Hilfsorganisationen vor Ort in Harsewinkel sowie weltweit zu unterstützen. Jährlich sammelt das Claas-Management beim traditionellen Dreikönigstreffen Geld für den guten Zweck. Und jährlich verdoppelt die Familie Claas diese Summe. Erika Claas ließ es sich nicht nehmen, bei der Spendenübergabe persönlich dabei zu sein. Dabei machte sie stets deutlich, wie wichtig ihr die Unterstützung von Menschen in Notsituationen ist. Erika Claas stammt aus Kassel. In den 60er-Jahren kam sie nach etlichen Auslandsjahren zum Harsewinkeler Landtechnikunternehmen. Dort lernte sie auch Helmut Claas kennen. 1972 heiratete das Paar. Drei Jahre später kam Tochter Cathrina zur Welt. Um die 78-Jährige trauern nicht nur ihr Mann Helmut, ihre Tochter Cathrina Claas-Mühlhäuser, die im Oktober 2010 den Vorsitz im Claas-Aufsichtsrat von ihrem Vater übernahm, Schwiegersohn Felix Mühlhäuser und die drei Enkel, sondern auch das Management und die Mitarbeiter der Landtechnik-Firma sowie zahlreiche Harsewinkeler. Unter anderem war Erika Claas im Marienfelder Golf-Club engagiert. Sie war eine leidenschaftliche Golfspielerin. Und auch dem Bürgerschützen- und Heimatverein (BSV) fühlte sie sich eng verbunden. Beim Schützenfest auf dem Heimathof war Erika Claas – immer an der Seite ihres Mannes Helmut – ein gern gesehener Gast. 2012 wurde der weit gereisten Repräsentantin des Landtechnik-Konzerns, die keine operative Funktion im Unternehmen bekleidete, der Heimatorden des Bürgerschützen- und Heimatvereins verliehen. BSV-Präsident Günter Austermann lobte damals ihr großes Engagement in vielen gesellschaftlichen Bereichen.

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