„Holzwümern“ über die Schulter schauen



Langenberg (ew) - Der „Tag des Tischlers“ und der „Tag des Handwerks“ – diese beiden bundesweiten Aktionen sind in diesem Jahr Hand in Hand gegangen. Das war für Martin Hammelbeck, Chef der Langenberger „Wohnmanufaktur Lignatus“, Grund genug, am Wochenende zum Mitwerkeln und zur offenen Ausstellung einzuladen.

Friedhelm Ortkemper führte vor, wie Kellenputz aufgetragen wird.

Hammelbeck hatte zwei Tage lang die Werkstatttüren seiner Tischlerei an der Stromberger Straße in Lippentrup für Freunde des Tischlerhandwerks geöffnet. Holzduft schnuppern, die Arbeit des Tischlers und die moderne Herstellung von Tisch, Schrank und Stuhl aus Holz erleben – das alles war in dem Langenberger Betrieb anlässlich des Aktionstages möglich.

„Wir haben einen so hohen Stand an Aufträgen, dass wir an beiden Aktionstagen in voller Besetzung wie an einem normalen Werktag arbeiten“, erläuterte Martin Hammelbeck seinen Gästen. Das war ein besonderer Vorteil für die interessierten Besucher, konnten sie doch so dem Team in dem kleinen, aber handwerklich leistungsstarken Tischlerbetrieb bei seiner Arbeit über die Schulter schauen.

Besuchern eine lebendige Werkstatt zeigen

Martin Hammelbeck legt seit Jahren bei seiner regelmäßigen Beteiligung am „Tag des Tischlers“ ebenso wie seinen speziellen „Lignatus-Handwerkertagen“ im Februar besonderen Wert darauf, dass die Betriebstüren nicht einfach nur offen stehen. Ihm ist es ein besonderes Anliegen, dass Besucher eine „lebendige Werkstatt“ und somit die Arbeit des Tischlers hautnah erleben und sich einen Überblick über moderne Produktionsmöglichkeiten verschaffen können.

Doch damit nicht genug: Im persönlichen Gespräch mit dem Lignatus-Inhaber ebenso wie mit seinen Mitarbeitern erhalten die Gäste kreative und raffinierte Ideen rund um die Gestaltung eines individuellen Lebensraumes und eines handwerklichen Möbel- und Innenausbaus. Am Wochenende begrüßten Hammelbeck und sein Mitarbeiter wieder zahlreiche Interessenten. Die Gäste kamen nicht nur aus der Gemeinde und umliegenden Orten, sondern sie nahmen auch weite Anfahrten nach Langenberg auf sich.

Im Meisterbetrieb erfuhren sie, dass im Bereich des Innenausbaus der Trend bis zu 80 Prozent zum weiß lackierten, individuell gefertigten Möbelstück geht. Besondere Akzente setzen im Massivholz-Bereich hochpreisige Fertigungen wie zum Beispiel aus geöltem amerikanischen Nussbaumholz, das weitaus teurer als die gute alte deutsche Eiche ist.

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