IHK verleiht Karl-Holstein-Preis



Kreis Warendorf/Münster (gl). 30 junge Menschen haben am Donnerstag bei einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen in Münster den Karl-Holstein-Preis erhalten. Unter ihnen sind Sebastian Sydow aus Beckum und Steffen Laackmann aus Wadersloh.

Der Stolz war ihnen anzusehen: (v.l.) Sebastian Sydow aus Beckum und Steffen Laackmann aus Wadersloh erhielten am Donnerstag in Münster den Karl-Holstein-Preis der IHK Nord Westfalen aus den Händen von IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer.

Selbst US-Präsident Donald Trump kenne das duale System. „Bundeskanzlerin Angela Merkel hat es ihm bei ihrem Besuch in den USA vorgestellt“, wusste Dr. Benedikt Hüffer. Am Donnerstag hielt der Präsident der IHK Nord Westfalen ein Loblied auf die Ausbildungsform.

Der höchste Bildungspreis, den die nordwestfälische Wirtschaft zu vergeben hat, wurde am Abend an 25 Ausbildungs- und fünf Weiterbildungsabsolventen vergeben. Sie hatten im vergangenen Jahr bei ihren Prüfungen vor der IHK als Beste abgeschnitten.

„30 junge Menschen, die Außerordentliches geleistet und exzellente Noten bekommen haben“, resümierte Dr. Benedikt Hüffer anerkennend, bevor er den Männern und Frauen ihre Urkunden überreichte.

Welche Note er am Ende erreicht hat, wusste Bankkaufmann Sebastian Sydow, der bei der Sparkasse Beckum-Wadersloh seine Ausbildung absolviert hat, gar nicht. „Ich glaube, es war eine 1,1.“ Jedenfalls habe er - im Januar 2016 - mit 98 Prozent seiner Prüfungsleistung richtig gelegen, erzählte er am Rande der feierlichen Ehrung im Haus der IHK. Bis zum Sommer vergangenen Jahres habe er bei der Bank gearbeitet. „Ich hätte auch bleiben können“, sagte der 23-Jährige. „Aber ich wollte in Hamburg Betriebswirtschaftslehre studieren.“

Er habe mit seiner Ausbildung zum Bankkaufmann etwas Handfestes erreichen wollen, erzählte der Beckumer. „Für meine persönliche Weiterentwicklung wollte ich studieren.“ Das Hochschulstudium hat Sydow mittlerweile aufgenommen. Er fühlt sich wohl mit seiner Entscheidung. Später möchte er vielleicht Wirtschaftsprüfer werden, überlegte er. Vielleicht komme er auch zurück ins Münsterland, mit dem er sich sehr verbunden fühlt. Das jetzt schon zu entscheiden, sei noch zu früh. Was er aber weiß: „Hätte ich nicht studiert, hätte ich wohl was verschenkt.“

Mit Steffen Laackmann, dem zweiten Ausgezeichneten aus dem Kreis Warendorf, hat Sydow das Abi in Wadersloh gemacht. Laackmann ist Technischer Produktdesigner, seine Ausbildung hat er bei der GEA Westfalia Separator Group GmbH in Oelde gemacht. Stolz stieg er wie alle anderen die Treppe im Festsaal hinab, um sich auszeichnen zu lassen.

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