Im Dreivierteltakt ins neue Jahr



Ahlen (wf) - Das Wetter hat die Ahlener am Neujahrstag nicht gerade begeistert. Dafür aber die Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen und die Sopranistin Judith Spiesser  in der Stadthalle. Unter dem Motto „Belcanto im Dreivierteltakt“ erlebten fast 600 Besucher einen beschwingten Jahresauftakt.

Die Neue Philharmonie Westfalen aus Recklinghausen hatte am Dienstagnachmittag zum Neujahrskonzert in die Ahlener Stadthalle eingeladen. Als Solistin trat die Sopranistin Judith Spiesser auf.

Das größte Landesorchester Nordrhein-Westfalens präsentierte einen bunten musikalischen Reigen mit Walzern, Opernouvertüren und einer Polka. Nach dem ersten Walzer „Wein, Weib und Gesang“ op. 333 von Johann Strauß (Sohn) kündigte der Moderator des Konzerts, Markus Wallrafen, die Münchener Sopranistin Judith Spiesser mit ihrer ersten Arie aus der Oper „Faust“ von Charles Gounod an. Schon bei der „Juwelenarie“ ließ Judith Spiesser ihr Gesangstalent aufblitzen.

Vor dem zweiten Auftritt der Sopranistin entführten die Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen unter der Leitung von Andreas Fellner die Besucher mit dem Konzertwalzer „Rosen aus dem Süden“ op. 388 in einen der schönsten Walzer von Johann Strauß (Sohn). Sopranistin Judith Spiesser übernahm anschließend die Gesangsstimme beim „Frühlingsstimmen“-Walzer op. 410 und begeisterte die Zuhörer mit ihrer, vom Moderator angekündigten, „glockengleichen“ Stimme. Das Publikum belohnte den Auftritt mit lange anhaltendem Applaus.

Mit der Ouvertüre zu der Oper „Die diebische Elster“ von Giacchino Rossini startete das Orchester in den zweiten Konzertteil. Weiteren großen Beifall fand Judith Spiesser bei der Arie „Quel guardo il caverliere“ aus der Oper „Don Pasquale“ von Gaetano Donizetti. Bis zum Ende des Musikprogramms nahmen das Orchester und Judith Spiesser mit auf eine abwechslungsreiche musikalische Reise durch das Schaffen von Johann Strauß (Sohn). Nach der „Künstler-Quadrille“ op. 201, die mit einem Publikums-Quiz abgeschlossen wurde, ging es über in die Ouvertüre zu der Operette „Die Fledermaus“ op. 362 und zu „Mein Herr Marquis“ mit Judith Spiesser.

Die schnelle Polka op. 324 „Unter Donner und Blitz“ beendete das offizielle Programm. Nach Blumen für die Solistin und den Dirigenten spielte das Orchester noch zwei Zugaben und schloss dabei mit dem „Radetzky-Marsch’“ von Johann Strauß (Vater) das Neujahrskonzert ab.

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