Integrative Unternehmen stellen sich vor



Kreis Warendorf / Ahlen /Everswinkel / Telgte (jana) - Inklusion gehört für sechs Integrationsunternehmen im Kreis Warendorf zum Alltag. Vertreter von Institutionen wie dem Arbeitsamt konnten sich in drei Unternehmen einen Überblick über die Arbeitsmöglichkeiten und Unterstützung von Menschen mit einer Behinderung verschaffen.

Die Arbeit, die Andre Hüffer im Metallwerk Renner in Ahlen an seiner Station verrichtet, übernimmt im Schichtbetrieb unter seiner Anleitung auch eine integrierte Arbeitskraft.

Berufliche Perspektiven aufzeigen

Zu den Initiatoren der Busreise durch den Kreis gehörten die Regionalagentur Münsterland sowie die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (GIB) und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Bei den Führungen durch die einzelnen Unternehmen wurden Perspektiven, die sich für Menschen mit und ohne Behinderungen, für Arbeitgeber und Beschäftigte auftun, aufgezeigt. Zu den Unternehmen gehörten die Metallwerke Renner in Ahlen, die St.-Nikolaus GmbH mit dem Café Clemens in Telgte und der Garten- und Landschaftsbau Theilmeier in Everswinkel.

Vielfältige Möglichkeiten der Integration

In ihrem insgesamt 68-köpfigen Team bieten die Metallwerke Renner auch Platz für fünf inklusive Arbeitskräfte. Von einfachen Tätigkeitsfeldern wie im Versand bis hin zum rückenfreundlichen Arbeitsplatz mit verstellbarem Schreibtisch, die Möglichkeiten, den Arbeitnehmer in seinen Fähigkeiten zu unterstützen, sind vielfältig.

„Unsere Belegschaft ist ein gesunder Mix“

„Wir haben lange nicht geglaubt, dass die Integration so reibungslos funktioniert“, sagt Geschäftsführer Jürgen Henke. „Wir arbeiten von Beginn an mit Menschen, die eine Behinderung haben. Unsere Belegschaft ist ein gesunder Mix“, erklärt der Diplom-Ingenieur. Zur Herstellung von 500 verschiedenen Artikeln, wie zum Beispiel Entsorgungsbehältnissen, gehört auch das Verzinken zu den Aufgaben des Unternehmens.

Projekt erhält Inklusionspreis

Dass die inklusive Arbeit den Betrieb bereichert, zeigt auch der Inklusionspreis, den die Renner GmbH im vergangenen Jahr erhielt. „Jedem (s)eine Chance“ heißt das prämierte Projekt, welches zugleich auch die Unternehmensphilosophie widerspiegelt, erklärt Henke: „Wir schauen uns die individuellen Potenziale unserer Arbeitnehmer an.“

Integrative Arbeit wird gefördert

Unterstützung erfährt das Metallwerk in der Werse-Stadt wie 165 weitere inklusive Unternehmen vom LWL. Mit dem „LWL-Budget für Arbeit“ wird insbesondere der Übergang von Beschäftigten aus dem Arbeitsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) auf den allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützt. Weitere Hilfsmittel stammen aus dem Landesprogramm „Integration unternehmen!“. Gustav Bölke von der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung erläuterte: „In den vergangenen zehn Jahren hat das Programm rund 3000 integrative Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen schaffen können.“

Mehr lesen Sie auf einer Sonderseite zum Thema Integrationsunternehmen im Kreis Warendorf, in der aktuellen Ausgabe der „Glocke“  am Samstag, 13.April 2019.

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